Lauterns Zandi will für den Iran spielen

Lauterns Zandi will für den Iran spielen
Lauterns Zandi will für den Iran spielen
Der Lauterer Ferydoon Zandi (l) und Bremens Christian Schulz im Zweikampf.

Teheran (dpa) – Bundesliga-Profi Ferydoon Zandi vom 1. FC Kaiserslautern hat sich entschieden, künftig in der iranischen Fußball-Nationalmannschaft zu spielen. Das sagte der Präsident des iranischen Fußballverbands, Mohammad Dadkan, dem Nachrichtensender Chabar.

«Er ist daher auch im Kader für die nächsten Länderspiele», kündigte Dadkan an. Zandi soll schon im Freundschaftsspiel gegen Bosnien am 2. Februar in Teheran auflaufen, bevor es eine Woche später zur WM-Qualifikation gegen Bahrain kommt.

Laut Chabar sind damit alle Spekulationen über den Einsatz des 25-Jährigen auf nationaler Ebene beendet. Der in Ostfriesland geborene Zandi, dessen Vater Perser ist, besitzt sowohl die deutsche als auch die iranische Staatsbürgerschaft und hätte sich daher auch für die DFB-Auswahl von Bundestrainer Jürgen Klinsmann entscheiden können.

«Ausländer in vielen Staaten werden wegen der Nationalmannschaft eingebürgert, und nun haben wir einen Halbiraner, der uns auf dem Weg zur WM 2006 enorm weiterhelfen kann, daher haben wir auch alles unternommen, um ihn für uns zu gewinnen», erklärte Verbandschef Dadkan. Er wies damit Stimmen in Iran zurück, die den Einsatz von Zandi in der Nationalmannschaft wegen fehlender Begeisterung für die Nationalelf kritisiert hatten. Außerdem würde der Linksfuß nicht – wie von der hiesigen Sportspresse befürchtet – den Platz von Mehdi Mahdavikia (Hamburger SV) einnehmen.