Kuntz-Team mit Härtetest zum U21-Jubiläum

Kuntz-Team mit Härtetest zum U21-Jubiläum
Bildhinweis: Hat der U21 einen richtigen Härtetest vor der Brust: Trainer Stefan Kuntz. Foto: Cézaro De Luca/dpa

Córdoba (dpa) – Bei der Neuauflage des EM-Endspiels feiert die deutsche U21 ein kleines Jubiläum.

Nationaltrainer Stefan Kuntz will seiner neuformierten Auswahl wichtige Erfahrungen für die weiteren  Aufgaben in der EM-Qualifikation mit auf den Weg geben – und das genau 40 Jahre nach dem ersten Auftritt einer deutschen U21. Am 10. Oktober 1979 gab es gegen Polen – mit Rudi Völler, Pierre Littbarski und dem eingewechselten Joachim Löw – ein 0:1.

Vier Jahrzehnte später kann das Freundschaftsspiel am Donnerstag (19.45 Uhr/ProSieben Maxx) in Córdoba gegen Europameister Spanien mit neu zusammengestellten Mannschaften keine echte Revanche für das 1:2 im EM-Finale vor gut drei Monaten sein. Eine Standortbestimmung aber schon.

«Wir haben Spanien bewusst relativ früh als Gegner ausgewählt, um den Jungs zu zeigen, wie hoch die Messlatte in Europa liegt. Danach wissen sie, woran es ihnen noch fehlt, oder ob sie schon auf diesem Niveau mithalten können», erklärte Kuntz. «Dazu schärfen wir ihre Sinne vor dem wichtigeren Qualifikationsspiel in Bosnien, wo wir auf jeden Fall drei Punkte holen wollen.» Die Partie gegen Bosnien findet am Dienstag (18.00 Uhr) statt, wenn der nächste Sieg auf dem Weg zur EM 2021 in Slowenien und Ungarn eingefahren werden soll.

Zum zweiten Mal kommt das neue Kuntz-Team dieser Tage zusammen. Angesprochen darauf, dass das zweite Date ja oftmals noch spannender sei als das erste, musste der Nationaltrainer schmunzeln. «Als alter Ehemann kann ich sagen, dass das 874. Date auch noch wichtig ist – zumindest in der Ehe», sagte der 56-Jährige.

Kuntz war nach dem U21-Debütantenball im September wichtig, eine Rückmeldung von den Clubs zu bekommen. Die holte er sich auf der Manager-Tagung. «Klar hat man einen ersten Eindruck. Ich habe aber auch die Vereine gefragt, wie die Jungs zurückgekommen sind, und ich habe durchweg positve Rückmeldungen bekommen», sagte Kuntz über seine 19 Debütanten.

Bei dem 2:0 im Freundschaftsspiel gegen Griechenland und dem 5:1 zum Start in die EM-Quali in Wales rückte besonders der Nürnberger Robin Hack in den Fokus. Seine drei Tore beim 5:1 haben die Erwartungshaltung an den 21-Jährigen erhöht. «Erstmal möchte ich meine Leistungen bestätigen und mich weiterhin empfehlen», sagte der «Club»-Angreifer. «Langfristig gesehen möchte ich A-Nationalspieler werden, das ist mein Kindheitstraum. Die sechs Jungs, die im Sommer noch im U 21-EM-Finale gestanden haben und nun bei der A-Nationalmannschaft dabei sind, haben uns gezeigt, welcher Weg beim DFB möglich ist.»

Genau das freut Kuntz. «Ich habe jeden Einzelnen angerufen, gratuliert und gesagt, dass wir stolz auf sie sind», berichtete er von den Telefonaten mit Luca Waldschmidt & Co. «Die Nominierungen sind Beweis dafür, dass die Jungs das Vertrauen mit guten Leistungen zurückzahlen. Ich hoffe, dass sie zu ihren Einsätzen kommen.» 

Bei seiner U21 könnte sich der Debütantenkreis weiter vergrößern. Neu im Aufgebot sind Josha Vagnoman (Hamburger SV), Orestis Kiomourtzoglou (Heracles Almelo) und Mergim Berisha (SCR Altach). 

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