Keine Zukunft für Sanogo in Hoffenheim

Keine Zukunft für Sanogo in Hoffenheim
Keine Zukunft für Sanogo in Hoffenheim
Boubacar Sanogo (Mitte) konnte bei 1899 Hoffenheim bisher nicht überzeugen.

Sinsheim (dpa) – Die Zeit von Boubacar Sanogo bei 1899 Hoffenheim neigt sich dem Ende entgegen. Die Kraichgauer verzichten darauf, eine Kaufoption zu ziehen, die den Stürmer von der Elfenbeinküste längerfristig an den Club gebunden hätte.

Der in der Winterpause von Werder Bremen ausgeliehene Stürmer konnte die Erwartungen als Ersatz des am Kreuzband verletzten Vedad Ibisevic nie erfüllen und hat deshalb beim Herbstmeister der Fußball-Bundesliga keine Zukunft.

Die Hoffenheimer hätten Sanogo für eine Ablösesumme von geschätzten 3,8 Millionen Euro verpflichten können, was ihnen angesichts der gezeigten Leistungen Sanogos wohl zu hoch ist. Zwar schloss Manager Jan Schindelmeiser weitere Gespräche mit Werder nicht aus, eine Weiterbeschäftigung des 26-Jährigen gilt aber als ausgeschlossen. Sanogo erzielte in elf Partien für den Aufsteiger nur einen Treffer. Der Stürmer gehört von der kommenden Saison an damit wieder zum Kader von Werder Bremen, sollte sich kein anderer Abnehmer finden.

Der Aufsteiger will sich in der Sommerpause mit sechs, sieben Spielern verstärken. «Wir bleiben unserer Grundausrichtung dabei treu und werden schwerpunktmäßig junge und talentierte Spieler holen. Das ist unser Kerngeschäft und das Markenbild von 1899», sagte Schindelmeiser. Vom Einzug in einen internationalen Wettbewerb werde in der Vereinsspitze nicht geträumt. «Das kann und wird nicht unsere Zielsetzung sein, denn das ist viel zu ambitioniert. Wir wollen uns in der Bundesliga erst einmal etablieren», so der Manager.

Zum Bundesliga-Auswärtsspiel beim Tabellenführer und Titelkandidaten VfL Wolfsburg reist der Aufsteiger mit akuten Personalsorgen. Während der Einsatz von Mittelfeldakteur Salihovic (Hüftporbleme) noch fraglich ist, fallen Kapitän Selim Teber (Knöchelverletzung) und Abwehrspieler Per Nilsson (Viruserkrankung) definitiv aus. Für Nilsson rückt Isaac Vorsah in die Innenverteidigung, dessen Part im defensiven Mittelfeld übernimmt wahrscheinlich Nationalspieler Tobias Weis.

Trotz der angespannten Personallage – es fehlen zudem der gesperrte Carlos Eduardo sowie die Langzeitverletzten Vedad Ibisevic, Andreas Ibertsberger und Matthias Jaissle, will Trainer Ralf Rangnick die «Wölfe» ärgern. «Wir spielen nicht um die goldene Ananas, sondern wollen die Saison gut zu Ende bringen. Wir sind in Wolfsburg krasser Außenseiter. Aber wir fahren mit dem Ehrgeiz hin, dort zu gewinnen», sagte Rangnick.

Schreibe einen Kommentar