Kahn träumt von James-Bond-Rolle

Kahn träumt von James-Bond-Rolle
Kahn träumt von James-Bond-Rolle
Oliver Kahn geht ülber den Parkplatz des Trainingsgeländes seines Vereins.

München (dpa) – Fußball-Nationaltorhüter Oliver Kahn kann sich vorstellen, Manager beim FC Bayern München zu werden, doch vorerst träumt er von einer langen Reise durchs Mittelmeer.

«Es gibt Gedankenspiele, dass ich beim FC Bayern später die Funktion des Managers übernehmen könnte», schreibt Kahn in seinem Buch «Nummer eins», das vor der offiziellen Präsentation teilweise in «Bild» vorab veröffentlicht wurde. «Die größte Gemeinsamkeit zwischen einem Torhüter und einem Manager ist der enorme Erfolgsdruck», so Kahn.

Allerdings hegt er auch Zweifel, ob er tatsächlich einmal Nachfolger von Uli Hoeneß wird: «Trotzdem kann ich noch nicht sagen, ob ich eines Tages ins Management wechseln werde. Die Regeln des Sports beherrsche ich, die Regeln des Managements müsste ich mir noch aneignen.»

Zu seinen Zukunftsgedanken gehört auch eine Schiffsreise auf dem Mittelmeer. «In Sardinien soll es losgehen, das habe ich mir schon überlegt. Von dort aus möchte ich ziellos im Mittelmeer umherschippern. Das ist meine große Sehnsucht», so der 34-Jährige. Offensichtlich würde ihn auch der Beruf des Schauspielers reizen: «Am liebsten würde ich den James Bond spielen.»

Sein Buch wolle er nicht als Autobiografie, sondern als «Reflexionen» verstanden wissen, erklärte Kahn in einem Interview der «Süddeutschen Zeitung». «Dieses Buch ist zu 100 Prozent authentisch, es gibt keinen Ghostwriter», betonte Kahn. Mit dem Buch könne er den Menschen andere Facetten der Person Oliver Kahn zeigen, «anstatt immer nur den Kahn, der mit offenem Mund im Tor steht, brüllt und seine Kollegen würgt».

Über viele Dinge seines Lebens würde er jetzt anders denken, räumte Kahn ein. «Zum Beispiel die Geschichte mit Heiko Herrlich in Dortmund, dieser Biss. Heute weiß ich: Da habe ich eine Grenze überschritten und hatte Glück, dass nichts ernsthaftes passiert ist.»

Nach dem verlorenen Champions-League-Finale 1999 spürte Kahn eine «große Leere», die ihn befallen hatte. «Da war für mich Endstation, psychisch, wie physisch», erklärte er im «SZ»-Interview.

Schreibe einen Kommentar