Jara-Nachfolger Moser leitete FCK-Training

Jara-Nachfolger Moser leitete FCK-Training
Jara-Nachfolger Moser leitete FCK-Training
FCK-Interimscoach Hans-Werner Moser (2.v.l.) leitet das Training.

Kaiserslautern (dpa) – Nach dem spektakulären und abrupten Ende des offenkundigen Missverständnisses zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und seinem bisherigen Trainer Kurt Jara ist beim pfälzischen Fußball-Bundesligisten schnell wieder der Alltag eingekehrt.

Bei strömendem Regen trat Jara-Nachfolger Hans-Werner Moser mit der Leitung des ersten Trainings sein bis zum Saisonende befristetes Interimsamt bei den Pfälzern an. Danach wird der bisherige FCK-Amateur-Coach wieder ins zweite Glied zurücktreten.

Als einer der möglichen Kandidaten auf den Chefsessel wird mit Bruno Labbadia ausgerechnet ein Mann gehandelt, der Moser im April 2003 beim Regionalligisten SV Darmstadt 98 beerbt hatte. Der frühere FCK-Stürmer Labbadia stand bereits ein Mal auf der Wunschliste von Vorstandschef René C. Jäggi, als Jaras Stuhl wackelte. Im Beisein von Jäggi, Moser und Team-Manager Olaf Marschall hatte sich Jara mit seinem Assistenten Mandred Linzmaier vor Mosers Trainingsstart von seiner bisherigen Mannschaft verabschiedet.

«Wenn man die Chance hat, FCK-Trainer zu sein, ist dies natürlich etwas ganz Besonderes, wenn man seit jeher Fan dieses Vereins war. Ich freue mich auf diese Herausforderung und habe auch keine Nervosität gespürt», meinte Moser. «Ich habe jetzt nicht gleich 20 Punkte an die Wand genagelt», sagte der 39-Jährige und bremste damit für die restlichen sieben Spiele überzogene Erwartungen, an denen sein Vorgänger letztlich gescheitert war.

Der in Kusel geborene Pfälzer, der von 1984 bis 1988 für den FCK 115 seiner insgesamt 281 Bundesliga-Spiele bestritt, ehe er zum Hamburger SV und später zur SG Wattenscheid 09 wechselte, kennt die Verhältnisse rund um den Betzenberg aus dem Effeff – und die hohen Erwartungen der FCK-Fans. «Der Funke muss von der Mannschaft auf die Fans überspringen. Wenn das gelingt, wird auch mal Verständnis da sein, wenn es nicht so laufen sollte wie vorgestellt», meinte Moser.

Der neue Coach wird im Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld erstmals auf der Bank sitzen, «nachdem man sich erst noch ein wenig beschnuppert hat». Moser: «Ich habe das Gefühl, dass die Spieler offen waren und dass sie trotz der Entwicklung seit Mittwoch auch mit Spaß trainiert haben.» Personell will er nicht alles umkrempeln, legt aber auf eines besonderen Wert: «Disziplin ist wichtig im Fußball. Das gilt nicht nur für die Spieler, sondern auch für das gesamte Umfeld.»

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