Wegen Trainingsverweigerung: Watford-Profi wird beleidigt

Wegen Trainingsverweigerung: Watford-Profi wird beleidigt
Bildhinweis: Watford-Kapitän Troy Deeney will seinen fünf Monate alten Sohn nicht gefährden. Foto: John Walton/PA Wire/dpa

London (dpa) – Weil der Kapitän von Premier-League-Club FC Watford, Troy Deeney, aus Angst vor dem Coronavirus nicht trainieren will, wird seine Familie im Internet beleidigt.

«Ich habe einige Kommentare zu meinem Sohn gesehen. Die Leute sagten: «Ich hoffe, Ihr Sohn bekommt Corona»», sagte der 31-Jährige dem Sender CNN. Zudem werde Deeney selbst aufgefordert, doch wieder zur Arbeit zu gehen.

Der englische Fußballprofi hatte Mitte Mai verkündet, dass er aus Angst vor dem Coronavirus nicht mit seinen Teamkollegen trainieren wolle. Zuvor hatte sich die Liga darauf geeinigt, das kontaktlose Training zu erlauben. «Mein Sohn ist fünf Monate alt und hatte schon Atembeschwerden. Ich möchte nicht nach Hause kommen und ihn einer Gefahr aussetzen», sagte der Spieler.

Nun sind die Premier-League-Clubs noch einen Schritt weitergegangen und haben sich am Mittwoch einstimmig für die Rückkehr ins Mannschaftstraining entschieden. Demnach ist auch das wettkampforientierte Training ohne die Einhaltung von Sicherheitsabständen wieder erlaubt. Premier-League-Boss Richard Masters peilt einen Neustart der Liga ab dem 12. Juni an.

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