Spanische Schiedsrichter: «Ständige Kritik leid»

Madrid (dpa) – Die spanischen Fußballschiedsrichter sind die anhaltende Kritik an ihren angeblich schlechten Leistungen leid. «So kann es nicht weitergehen», betonten die Unparteiischen der Primera División in einer gemeinsamen Erklärung.

«Wir akzeptieren konstruktive Kritik, aber wir weisen die Vorwürfe scharf zurück, dass wir mit Absicht falsch pfeifen.» Die Zweifel an der Neutralität der Schiedsrichter fügten dem Fußball irreparablen Schaden zu.

Der Ärger der Referees richtet sich unter anderem gegen das Umfeld von Real Madrid und die Blätter der Madrider Sportpresse. Dort war in den vergangenen Monaten wiederholt behauptet worden, die Unparteiischen benachteiligten systematisch die «Königlichen» und bevorzugten dessen Erzrivalen FC Barcelona.

Diese Vorwürfe stützten sich unter anderem auf eine «Verschwörungstheorie». Danach sollen der spanische Fußballverband RFEF und die ihm unterstellten Schiedsrichter für «Barça» sein, weil dessen Clubchef Joan Laporta für die Wiederwahl des RFEF-Präsidenten Angel María Villar eingetreten war. Real und die meisten anderen Erstligaclubs hatten einen Gegenkandidaten unterstützt. «Wer die Ehrenhaftigkeit der Schiedsrichter in Frage stellt, fördert die Gewalt im Fußball», betonten die Unparteiischen.

Schreibe einen Kommentar