Italiens Top-Clubs: Rassismus «ernstes Problem» in Stadien

Italiens Top-Clubs: Rassismus «ernstes Problem» in Stadien
Bildhinweis: Brescias Stürmerstar Mario Balotelli wurde in Verona rassistisch beleidigt. Foto: Simone Venezia/ANSA/AP/dpa

Rom (dpa) – Alle 20 Fußballvereine der italienischen Serie A wollen nach eigenen Angaben stärker gegen Rassismus vorgehen.

«Wir müssen anerkennen, dass wir ein ernsthaftes Problem mit dem Rassismus in italienischen Stadien haben und dass wir ihn womöglich im Laufe der Jahre nicht ausreichend bekämpft haben», hieß es in einem gemeinsamen offenen Brief, der auf den Webseiten der Serie A und deren Vereine veröffentlicht wurde.

Auch in der laufenden Saison seien einige Spieler Opfer rassistischer Beleidigungen geworden, schrieben die Vereine. Diese Bilder seien um die Welt gegangen und hätten überall Debatten ausgelöst. «Das ist eine Quelle der Frustration und Scham für uns alle.» In den vergangenen Wochen hätten die Verantwortlichen der Vereine «konstruktive Diskussionen» mit der Serie A, dem italienischen Fußballverband FIGC und internationalen Experten geführt. Ziel sei es, «dieses Problem anzugehen und zu beseitigen».

Anfang November hatten Anhänger des Vereins Hellas Verona beim Heimspiel gegen Brescia Calcio dessen Stürmerstar Mario Balotelli mehrfach mit Affenlauten und rassistischen Rufen beleidigt. Der dunkelhäutige Spieler wurde als Sohn ghanaischer Eltern in Italien geboren. Hellas Verona hatte daraufhin gegen einen führenden Fan-Vertreter ein mehr als zehnjähriges Stadionverbot verhängt.

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