Harte Strafen und Technik gegen Rassismus im Fußball

Harte Strafen und Technik gegen Rassismus im Fußball
Bildhinweis: Der Aktionsplan «Unser Fußball gehört allen» wird nach Gesprächen zwischen Ministerpräsident, Ministern und dem Fußballverband KNVB presentiert. Foto: Remko de Waal/ANP/dpa

Amsterdam (dpa) – Die niederländische Regierung und der Fußballverband KNVB wollen mit moderner Technologie und strengeren Strafen Rassismus im Fußball bekämpfen. In den kommenden drei Jahren sollen 14 Millionen Euro eingesetzt werden, um gegen Rassismus und Diskriminierung vorzugehen.

Die Regierung und der KNVB präsentierten den Aktionsplan am Samstag in Amsterdam unter dem Motto «Unser Fußball gehört allen». Der Plan sieht vor, dass mit technischen Mitteln Täter schneller aufgespürt und identifiziert werden. So sollen in Stadien aber auch auf Amateurfeldern Überwachungskameras installiert und besser genutzt werden. Zudem wird laut einer Mitteilung eine App eingeführt, über die Stadionbesucher rassistische Vorfälle sofort mit ihre Smartphones melden können.

Anlass für das gemeinsame Vorgehen von Regierung und KNVB sind rassistische Sprechchöre gegen einen Spieler von Excelsior Rotterdam im vergangenen November. Der niederländische Spieler Ahmad Mendes Moreira war von Anhängern des FC Den Bosch unter anderem als «Scheißaffe» beschimpft worden. «Excelsior gegen Den Bosch war eine neue Konfrontation mit der Wirklichkeit», erläuterte Sozialminister Wouter Koolmees am Samstag in Amsterdam.

Vereinbart wurden auch strengere Sanktionen. So drohen Clubs Geldbußen und Punkteabzug, wenn sie zu wenig gegen Rassismus und Diskriminierung tun. Fans, die sich rassistisch äußern, müssen mit Stadionverboten von bis zu zehn Jahren rechnen. Bisher war die Höchstgrenze fünf Jahre.

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