Führungs-Trio im Fernduell

Führungs-Trio im Fernduell
Führungs-Trio im Fernduell
Im Aachener Tivoli wurde ein Zweitliga-Spiel ohne Zuschauer austragen.

München (dpa) – Nürnberg gegen Aachen, Bielefeld in Aue und Cottbus gegen Fürth – die Erstliga-Absteiger stehen sich am 30. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga im Kampf um die Aufstiegsplätze im Fernduell gegenüber.

Spitzenreiter 1. FC Nürnberg sinnt gegen Alemannia Aachen auf Revanche für die Niederlage im «Geisterspiel» und hofft auf einen Ausrutscher von Verfolger Arminia Bielefeld, der bei Überraschungsaufsteiger FC Erzgebirge Aue zu Gast ist. Mit Rot-Weiß Oberhausen und Aachen im Nacken ist Energie Cottbus gefordert: Nach vier sieglosen Spielen sind gegen die SpVgg Greuther Fürth drei Punkte Pflicht.

Mit Aachen kreuzt eine Mannschaft im Nürnberger Frankenstadion auf, an die sich der «Club» nicht gerne erinnert. Trainer Wolfgang Wolf war am 24. November auf dem «Tivoli» von einem Wurfgeschoss verletzt worden. Die von skandalösen Vorgängen begleitete Begegnung (1:0 für Aachen) wurde annulliert. Mit dem 3:2 im Wiederholungsspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit am 26. Januar sicherte sich Alemannia die inoffizielle Herbstmeisterschaft.

Fast drei Monate später ist es um die Aachener nicht mehr so gut bestellt, der Aufstieg ist trotz des desolaten Auftritts beim 0:3 gegen Bielefeld aber möglich. «Wir haben noch alle Chancen, aber so ein Spiel darf sich nicht wiederholen», sagte Trainer Jörg Berger. Widersacher Wolf, der von den bisherigen 15 Heimspielen nur eines verlor (1:2 gegen Lübeck am 5. Oktober 2003), «sorgt» sich um Top-Stürmer Marek Mintal (17 Saisontreffer), der ohne Traumpartner Robert Vittek (gesperrt) auf Torejagd gehen muss.

Der «Club» wird auf Schützenhilfe von Neuling Aue hoffen, doch Bielefeld reist mit großem Selbstvertrauen ins Erzgebirge. «Wenn wir so weiter machen, packen wir es», sagt Arminia-Trainer Uwe Rappolder nach sechs Siegen in Serie. Auch die seit sieben Spielen ungeschlagenen Sachsen können noch ins Aufstiegs-Rennen eingreifen, doch Gerd Schädlich denkt allein an den Klassenverbleib.

«Dazu brauchen wir noch einen Punkt», betonte der FC-Coach, der vom Aufstieg nicht einmal träumen mag, «denn dann müssten wir ja alles gewinnen.» Mit 16 500 Zuschauern wird das Erzgebirge-Stadion zum zweiten Mal nach dem Ostderby gegen Cottbus ausverkauft sein. Einen ähnlichen Fehltritt wie beim 0:1 in Aue darf sich Energie im Fürth-Spiel nicht mehr leisten, sonst geht der Kontakt zum Führungs-Duo verloren.

Im Kampf um den Klassenverbleib stehen weitere Vorentscheidungen an, nachdem Schlusslicht VfL Osnabrück und der FC Union Berlin, die sich im Kellerderby gegenüber stehen, kaum mehr zu retten sind. Wacker Burghausen ist vor der Partie gegen den VfB Lübeck guten Mutes. «Wir können uns aus eigener Kraft da rausziehen», meinte Trainer Rudi Bommer, der seit acht Spielen auf einen Sieg wartet.

Der Klassenverbleib steht in der Begegnung zwischen LR Ahlen und Jahn Regensburg und in Karlsruhe, wo für die SpVgg Unterhaching ein Punkt fast schon zu wenig ist, auf dem Spiel. Zum Abschluss der Runde kann sich Rot-Weiß Oberhausen mit einem Sieg gegen Trier im Aufstiegs-Rennen zurück melden.

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