Freiburg ohne acht Verletzte gegen VfB Stuttgart

Freiburg ohne acht Verletzte gegen VfB Stuttgart
Freiburg ohne acht Verletzte gegen VfB Stuttgart
Philipp Lahm (l) wird nach einem Tor gegen Beveren von Zvonimir Soldo gefeiert.

Freiburg (dpa) – Krisengeplagte Badener mit zahlreichen Verletzten gegen erfolgsverwöhnte Schwaben in Bestbesetzung: Unterschiedlicher könnten die Ausgangsbedingungen des SC Freiburg und des VfB Stuttgart vor dem 19. baden-württembergischen Bundesliga-Derby kaum sein.

«Es waren immer schwere Spiele in Freiburg», sagte Stuttgarts Nationalspieler Philipp Lahm vor der Auswärtspartie. «Aber wenn wir konzentriert spielen, werden wir dort auch gewinnen. Wir wollen weiter ganz vorn bleiben.»

Während der als ungeschlagener Tabellenführer in den 9. Spieltag gestartete VfB wohl auf die zuletzt unter muskulären Problemen leidenden Silvio Meißner und Martin Stranzl zurückgreifen kann, hat sich der Kader der in den Tabellenkeller abgerutschten Gastgeber nach einer Reihe von Verletzungen und grippalen Infekten ausgedünnt. Acht Freiburger Profis werden definitiv fehlen. Zwar hat Spielmacher Soumeila Coulibaly seine Grippe auskuriert, doch der Ausfall der Kreativspieler Lewan Zkitischwili, Roda Antar (beide Muskelfaserriss) und Zlatan Bajramovic (Adduktoren) macht SC-Trainer Volker Finke zu schaffen. Der Fußball-Lehrer kündigte deshalb eine eher defensive Taktik an: «Wichtig ist im Moment, gut zu stehen.»

Sein Stuttgarter Kollege Matthias Sammer will sich von der Personalmisere der Breisgauer nicht beeinflussen lassen. «Ich gehe davon aus, dass mehr Spieler auf dem Platz stehen, als man jetzt vermutet», sagte der 37-Jährige, als beim SC noch von möglicherweise 14 Ausfällen die Rede war. «Sie sind nach einem guten Saisonstart ein bisschen ins Taumeln geraten. Trotz der Verletzungen herrscht aber keine Unruhe in der Mannschaft.»

Die Statistik spricht für den VfB, der nach dem 5:1 im UEFA-Cup beim KSK Beveren vor Selbstvertrauen strotzt. Während die Stuttgarter mit nur fünf Gegentoren die stärkste Abwehr der Bundesliga stellen, hat Freiburg mit nur sieben Treffern den schwächsten Angriff. Zudem hat der SC drei der vier letzten Heimspiele gegen den VfB verloren. Unabhängig von der Statistik spürt Coach Sammer «Vorfreude» vor dem badisch-schwäbischen Duell. «Das ist das Salz in der Suppe», sagte der frühere Nationalspieler.

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