FC Bayern: Hashemian kommt, kein Ersatz für Lizarazu

FC Bayern: Hashemian kommt, kein Ersatz für Lizarazu
FC Bayern: Hashemian kommt, kein Ersatz für Lizarazu
Bixente Lizarazu (r) kämpft mit Krupnikovic von Hannover 96 um den Ball.

München (dpa) – Manager Uli Hoeneß hat den Wechsel des Iraners Vahid Hashemian vom VfL Bochum zum deutschen Fußball-Meister FC Bayern München erstmals offiziell bestätigt.

«Wir haben Hashemian aus zwei Gründen verpflichtet. Er ist ein exzellenter Kopfballspieler. So einen haben wir in unserem Sturm überhaupt nicht, inklusive Roy Makaay. Hashemian ist darüber hinaus ein hungriger Spieler, der von ganz unten kommt», sagte Hoeneß der Münchner Zeitung «tz».

Über die Höhe der Ablösesumme für den Angreifer machte der 52-Jährige keine konkreten Angaben. «Er kostet keine 18 Millionen Euro, aber gerade deshalb passt er wirtschaftlich wunderbar in unsere Mannschaft», sagte Hoeneß. Nach Angaben des Fußballmagazins «kicker» hat Hashemian beim FC Bayern einen Vertrag bis zum Sommer 2007 unterschrieben.

Sollte sich Claudio Pizarro in den kommenden Tagen für eine Vertragsverlängerung beim FC Bayern entscheiden, betrachtet Hoeneß die Personalplanungen für den Angriff als abgeschlossen. Allerdings müsse auch der Peruaner Einbußen beim Gehalt akzeptieren. Benjamin Lauth, derzeit verletzter Stürmer vom Lokalrivalen 1860 München, sei für die kommende Saison kein Thema. Zuletzt hatte Hoeneß öffentlich über eine mögliche Verpflichtung des Jungstars spekuliert.

Für Bixente Lizarazu, der den FC Bayern nach dieser Saison verlassen wird, will der Rekordmeister keinen Ersatz holen, bestätigte Hoeneß. Tobias Rau und Hasan Salihamidzic müssten diese Position ausfüllen. Die angekündigte Trennung von dem Franzosen sorgt an der Säbener Straße derweil für Unmut. «Ich bin verärgert. Das zeigt, dass der Verein nicht genug Ambitionen hat», sagte der französische Nationalspieler Willy Sagnol laut Berichten in Münchner Medien. Der 27-Jährige sieht den Rekordmeister ohne seinen Landsmann geschwächt. «Bixente kann zumindest noch eine Saison auf höchstem Niveau spielen und so den FC Bayern weiterbringen», sagte Sagnol.

Hoeneß verteidigte hingegen das Vorgehen des Vereins als «Signal». Spieler, die Verträge zu geringeren Bezügen nicht akzeptierten, müssten gehen. Lizarazu hatte sich nach eigenen Angaben nicht mit dem Verein über eine Verlängerung des im Sommer auslaufenden Vertrages einigen können. Trainer Ottmar Hitzfeld hatte am Wochenende sein Bedauern über den Abschied des 34 Jahre alten linken Verteidigers ausgedrückt. «Bixente ist mir auch ans Herz gewachsen, weil er absoluter Leistungsträger war und Vollprofi ist», meinte der Chefcoach.

Der 92-malige Nationalspieler war 1997 von Athletic Bilbao nach München gekommen und hatte mit dem FC Bayern vier Mal die deutsche Meisterschaft, drei Mal den DFB-Pokal sowie einmal die Champions League und den Weltpokal gewonnen. Der Weltmeister von 1998 kündigte an, dass er noch zwei Jahre für einen anderen Verein spielen will.

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