Auch Großbritannien droht Verbot von Glücksspielwerbung im Fußball

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FC Fulham

Anfang November kündigte Spanien einen Verbot von Glücksspielwerbung im spanischen Spitzensport an. Ein Unterfangen, was vor allem auch die spanischen Fußballligen betrifft, wo viele Klubs auf die Einnahmen aus dem Glücksspiel- und Sportwettensektor angewiesen sind.

Nun droht in Großbritannien ein ähnliches Verbot die Fußballklubs in finanzielle Bedrängnis zu bringen. Die Hälfte der Premier League-Trikots tragen einen Sponsor eines Sportwettenanbieters auf den Trikots, sei es als Haupt- oder Ärmelsponsor. Dabei kassierten die Premier League Klubs insgesamt 69,6 Mio. britische Pfund (76,8 Mio. Euro) für die Trikotwerbung. Doch auch in den unteren Ligen wird mit Sportwettenwerbung sehr gut verdient. Insgesamt schütteten die Unternehmen 40 Millionen Pfund (43 Mio. Euro) an die Vereine von der zweiten bis vierten Liga aus.

Doch jetzt steht eine umfassende Überprüfung des britischen Glücksspielgesetz an, die vom, die vom Ministerium für Digital, Kultur, Medien und Sport (DCMS) eingeleitet wurde. Dabei steht auch ein Verbot von Sportsponsoring im Raum.

Die Überprüfung des Gesetzes beinhaltet auch neue Maßnahmen zur Eindämmung von Sportsportsponsoring, inklusive Trikotwerbung. Die English Football League, die die drei Profiligen unterhalb der höchsten beiden Spielklassen überwacht, könnte von der Gesetzänderung am stärksten betroffen sein.

Bereits im Oktober veröffentlichte die EFL eine Erklärung, dass die Einnahmen aus dem Glücksspiel und Sportwettenbereich so wichtig sind wie nie zuvor um die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie zu überleben.

Ein Bericht des Guardian besagt, das andere Bereiche die vom Ministerium überprüft werden müssen, Beschränkungen für Online-Einsätze, Preise und „Spin-Geschwindigkeiten“ beinhalten. Auch eine Abgabe zur Finanzierung der Suchtbehandlung steht zur Debatte.

Ein genaues Zeitfenster, wann die Überprüfung abgeschlossen sein wird und wann ein neues Gesetz in Kraft treten könnte, wurden nicht genannt.

Quelle / Text: SportsPro / Redaktion fussball24.de

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