Ermittlungsverfahren gegen Jäggi eingestellt

Ermittlungsverfahren gegen Jäggi eingestellt
Ermittlungsverfahren gegen Jäggi eingestellt
FCK-Boss René C. Jäggi hält die Hände vors Gesicht.

Kaiserslautern (dpa) – Die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern hat das Ermittlungsverfahren gegen den Vorstandsvorsitzenden René C. Jäggi vom Fußball-Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern wegen des Verdachts der Untreue eingestellt.

Jäggi war vorgeworfen worden, Trainer Kurt Jara ohne vorherige Zustimmung des Aufsichtsrates verpflichtet zu haben. Der Schweizer habe weder das Kontrollgremium getäuscht noch umgangen, erklärte die Behörde zur Begründung.

Zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses hätten zwar nicht alle Aufsichtsratsmitglieder dem Kontrakt mit Jara zugestimmt. Dies sei jedoch einstimmig unmittelbar danach erfolgt, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Diese Verzögerung sei strafrechtlich bedeutungslos, weil der Vorstandsvorsitzende bereits vor dem Vertragsabschluss das gesamte Kontrollgremium schriftlich über das Vorgehen informiert hatte und die Mitglieder mehrheitlich zustimmten.

Die Staatsanwaltschaft lehnte es ferner ab, ein Ermittlungsverfahren gegen Jäggi wegen desselben Vorwurfes bei der Verpflichtung des ehemaligen Trainers und derzeitigen Coaches vom VfL Wolfsburg, Erik Gerets, sowie von Spielern einzuleiten. «Im Fall Jara ist strafrechtlich nichts zu beanstanden, und weiter ist die Vermutung nicht konkretisiert», sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Helmut Bleh.

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