Erfurt will vor Geisterkulisse drei Punkte

Erfurt (dpa) – Fußball-Drittligist FC Rot-Weiß Erfurt will sich gegen Werder Bremen II von der Geisterkulisse nicht verunsichern lassen und den dritten Sieg hintereinander landen.

Nach den antisemitischen Parolen von Rot-Weiß-Anhängern beim Thüringen-Derby gegen Jena sind die Erfurter vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) zu einer Geldstrafe von 10 000 Euro verurteilt worden und müssen ihr Heimspiel gegen die Bremer im Steigerwaldstadion vor leeren Rängen bestreiten.

«Es wird eine schwere Heimaufgabe, vor allem wenn man die Begleitumstände bedenkt. Trotzdem wollen wir unter allen Umständen gewinnen», betonte Trainer Karsten Baumann. Dabei käme es für die Mannschaft vorrangig darauf an, den Wettkampfcharakter dieser Partie zu sehen und erfolgreich umzusetzen.

Personell hat Baumann bis auf den am Knie verletzten Matthias Peßolat alle Mann an Bord. «Die Mannschaft hat zuletzt gut gespielt und weiteres Selbstvertrauen getankt. Deshalb gibt es keinen Grund für mich, etwas zu ändern», sagte Baumann.

Manager Stephan Beutel informierte auf der Pressekonferenz, dass Adam Jabiri im gegenseitigen Einvernehmen bis zum 30. Juni 2009 an den TSV Großbardorf (Regionalliga Süd) ausgeliehen wird. Der Stürmer soll Spielpraxis bekommen und nach einem Jahr gestärkt zum FC Rot- Weiß zurückkehren.