Dresden weist Manipulations-Vorwürfe zurück

Dresden weist Manipulations-Vorwürfe zurück
Dresden weist Manipulations-Vorwürfe zurück
Fußball-Fans feiern ihren Club Dynamo Dresden.

Dresden (dpa) – Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden hat die Vorwürfe im Manipulations-Skandal entschieden zurückgewiesen. «Es ist ein Phänomen, wie drei Zeilen in einer Zeitung einen ganzen Volksstamm verrückt machen», sagte Dynamo-Hauptgeschäftsführer Volkmar Köster.

Er könne sich nicht erklären, wie der Verein mit dem Skandal in Zusammenhang gebracht werden könne. «Es gibt keine Namen, keine Adressen, keine konkreten Vorwürfe. Solange das nicht vorliegt, werden wir uns nicht beunruhigen», so Köster. Die «Süddeutsche Zeitung» hatte berichtet, dass wenigstens ein Spieler der Sachsen in den Wettskandal um Schiedsrichter Robert Hoyzer verwickelt sein soll.

Auch Trainer Christoph Franke stellte sich vor dem Ost-Derby gegen Energie Cottbus vor sein Team: «Für mich ist es unvorstellbar, dass Spieler von uns Partien verschoben und ihre Mannschaftskollegen verscheißert haben.» Für das Spiel gegen die Lausitzer werde die Mannschaft versuchen, «daraus Motivation zu ziehen». Dass Torhüter Ignjac Kresic Kontakte zu einem in Berlin festgenommenen Beschuldigten gehabt hat, beunruhige ihn nicht. «Das ist noch lange nicht strafbar», so Franke.

In der «Sächsischen Zeitung» hatte der kroatische Keeper zugegeben, sich mehrmals mit dem Mann unterhalten und ihm seine Telefonnummer gegeben zu haben. «Es ging nie um Wetten. Ich habe kein Spiel manipuliert. Das kann ich versichern», so Kresic. Zur Frage, ob die Berliner Staatsanwaltschaft im Dresdner Umfeld ermittelt, sagte Pressesprecher Michael Grunwald: «Wir stehen ganz am Anfang und können noch keine gesicherten Ergebnisse präsentieren.»

Alle Spieler des Fußball-Zweitligisten 1. FC Dynamo Dresden haben Eidesstattliche Erklärungen unterschrieben, nichts mit dem Skandal um manipulierte Spiele zu tun zu haben.

Wie Dynamo-Hauptgeschäftsführer Volkmar Köster auf dpa-Anfrage mitteilte, seien alle Erklärungen unterschrieben zurück gekommen. Darin versichern die Aktiven, nichts mit dem Skandal zu tun, keinen Kontakt zu einer Wett-Mafia und nie Geld angenommen zu haben.

Die Vereinsführung erwägt zudem, gegen den Zeitungsbericht der «Süddeutschen Zeitung» vorzugehen. «Wir prüfen rechtliche Schritte», betonte Köster. Es sei für ihn unverständlich, dass erneut Ost- Mannschaften ins Visier einer Kampagne geraten seien. «Wir werden unsere Spieler und Verantwortlichen mit aller Konsequenz vor Rufmord schützen», bekräftigte auch Dynamos Aufsichtsratschef Friedemann Küchenmeister.

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