Doll bleibt bis 2008 in Hamburg

Doll bleibt bis 2008 in Hamburg
Doll bleibt bis 2008 in Hamburg
Der Trainer des Hamburger SV, Thomas Doll, jubelt ausgelassen.

Hamburg (dpa) – Erfolgstrainer Thomas Doll bleibt dem Hamburger SV zumindest bis 2008 erhalten und soll den Verein in Europas Spitze führen. Der 39-jährige alte Coach verlängerte seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag um zwei Jahre.

«Das ist ein tolle Sache. Wir haben uns entschlossen, diesen Weg weiterzugehen. Ich fühle mich hier superwohl», sagte Doll. Die von seiner italienischen Freundin Roberta gewünschte baldige Rückkehr nach Italien, wo Doll fünf Jahre für Lazio Rom und den AS Bari spielte, werde verschoben. Die Vertragsverlängerung wird Doll versüßt: Nach bisher 750 000 Euro soll er nun geschätzte 1,1 Millionen Euro pro Jahr beim HSV erhalten.

Doll, der das Cheftrainer-Amt beim dienstältesten und damals auf den letzten Tabellenplatz abgerutschten Bundesligisten im Oktober 2004 als Nachfolger des glücklosen Klaus Toppmöller übernommen hatte, will sein Team nun «in der Bundesliga vorn etablieren und Kontinuität in die Platzierungen reinbekommen». Zur Winterpause kann der HSV als Tabellenzweiter hinter Rekordmeister Bayern München die beste Bilanz seit 25 Jahren vorweisen. Im UEFA-Cup-Wettbewerb steht der einstige Europapokalsieger in der Runde der letzten 32 Teams.

Schon einmal war der im mecklenburgischen Malchin geborene Doll Retter des Hamburger Traditionsclubs. Als der 49fache Nationalspieler 1991 zu Lazio wechselte, spülte er dem verschuldeten Club rund neun Millionen Euro in die Kassen und sicherte ihm die Lizenz. Clubchef Bernd Hoffmann hofft, dass der stets gut gelaunte Coach mehr als nur den Grundstein für den Fünfjahresplan des Vereins legt. Ziel ist es, den HSV in fünf Jahren unter die besten 20 und binnen zehn Jahren unter die Top-10 Europas zu führen. «Die Vertragsverlängerung ist eine logische Fortsetzung einer sehr erfolgreichen Zusammenarbeit. Thomas Doll zum Cheftrainer zu machen, war die zentrale Entscheidung im sportlichen Bereich der zurückliegenden Jahre», sagte Hoffmann.

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