Deutscher ist berühmter Fan der «Socceroos»

Deutscher ist berühmter Fan der «Socceroos»
Deutscher ist berühmter Fan der «Socceroos»
Fan André Krüger besucht mit einem Plastik-Känguru die Australien-Spiele.

Frankfurt/Main (dpa) – «Der Storch hat mich auf dem Weg nach Sydney über Hannover verloren» – treffender könnte André Krüger seine Leidenschaft für Australien kaum beschreiben.

Mit einer Gänsehaut erlebte der 46-Jährige die australische Hymne bei den ersten beiden WM-Spielen der «Socceroos» in Kaiserslautern und München. «Es war überwältigend. Australien ist meine Heimat, mein Herz schlägt australisch», beschreibt der in Nationaltrikot und grün-gelbe Schirmmütze gekleidete Krüger seine Gefühle.

Seit frühester Kindheit schwärmt der Hannoveraner für den Fünften Kontinent. «Meine ersten Stofftiere waren ein Känguru und ein Koalabär», erklärt er mit einem Schmunzeln. Bei der Fußball- eltmeisterschaft 1974 wurde dann auch seine Leidenschaft für die Fußballer aus «Down Under» geweckt. Zu seinem großen Idol Peter Wilson, der Beckenbauer Australiens, hat er noch heute Kontakt.

In Australien ist der «Crazy German» bekannt wie ein bunter Hund. Über seine Reisepläne ins Land der Aborigines berichten die örtlichen Medien ausführlich. Krügers Ankunft wird bereits am Vortag in der Presse angekündigt. Bei Radio- und TV-Shows ist er ein gern gesehener Gast. Vorbei ist die Zeit, als Krüger wegen seiner Leidenschaft für die «Socceroos» nur als «der verrückte Deutsche» galt. «Alles ist ein bisschen offizieller geworden. Alle erkennen mich. Von den Australiern kommt sehr viel zurück», sagt der Angestellte einer deutschen Lebensmittelkette.

Der berühmte Fan wird mittlerweile zu offiziellen Anlässen des Australischen Fußballverbandes (FFA) eingeladen, ist Ehrengast bei Länderspielen der Nationalmannschaft und wichtiger Ansprechpartner des FFA. «Teilweise wird der Flug gesponsert. Im Land brauche ich weder für Hotels noch für Essen bezahlen. Das macht mich stolz», sagt Krüger. Für die Fußball-WM in Deutschland stattete ihn der Verband mit Tickets für alle Spiele aus, mit den Nationalspielern duzt er sich. «Ich bin mitten drin und genieße das».

In den vergangenen 30 Jahren hat Krüger in akribischer Kleinarbeit in über 50 Ländern Fakten über alle Länderspiele der Australier seit ihrem Debüt 1922 gegen Neuseeland zusammengetragen. In den entlegensten Ecken der Welt stöberte er nach Informationen. Vor ein paar Jahren hat er alles in einem Statistikbuch veröffentlicht, das seitdem als Enzyklopädie des australischen Fußballs gilt. Seine Wohnung ist voll mit Andenken und Sammelstücken. Doch das ist längst nicht alles. «Das meiste ist in Kisten verpackt», sagt Krüger lachend.

Einen Teil davon stellt er derzeit in Öhringen aus. Ganz in der Nähe haben die «Socceroos» ihr Quartier bezogen. Von der Eröffnung der Ausstellung, bei der Offizielle des FFA anwesend waren, sendete das australische Fernsehen einen zehnminütigen Bericht. Seine Frau, die Krügers Leidenschaft für «Down Under» nicht so sehr teilt, war auch dabei. «Vielleicht ist sie jetzt ein bisschen vom Virus befallen. Auf jeden Fall will sie demnächst mit nach Australien kommen», erklärt Krüger.

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