Der 29. Spieltag im Telegramm

Der 29. Spieltag im Telegramm
Der 29. Spieltag im Telegramm
WM-OK-Vize Schmidt (l) und FIFA-Vize Will begutachten die Ordner für die Bestellungen.

Borussia Mönchengladbach – FSV Mainz 05 (Samstag, 15.30 Uhr)

Nach nur einem Sieg in den vergangenen acht Spielen geht in Mönchengladbach die Angst vor dem Abstieg um. Ein Sieg über Mainz soll zur Beruhigung beitragen. Wie angespannt die Stimmung ist, verdeutlicht die Meldung über ein von der Polizei vereiteltes Attentat auf Advocaat. Demnach wollte ein Fan den Trainer beim Spiel mit Feuerwerkskörpern beschießen. Gegen den auswärtsschwachen Gast, der erst einen «Dreier» in der Fremde verbuchte, fehlt der gesperrte Moore. Bei den Mainzern fällt der verletzte Balitsch aus.

Hannover 96 – Bayern München (Samstag, 15.30 Uhr)

Wie verarbeitet der FC Bayern das unglückliche Aus in der Champions League? Der Streit zwischen den Profis Kahn und Sagnol schürt bei der Bundesliga-Konkurrenz die Hoffnung, dass der Tabellenführer auch auf nationaler Ebene ins Straucheln gerät. Doch mit dem ersten Sieg in Hannover seit 1986 wollen die Münchner alle Zweifel ausräumen. Trainer Magath muss dabei jedoch auf Ballack (Oberschenkelprellung) und Lizarazu (Magen-Darm-Virus) verzichten. Sein Kollege Lienen setzt auf das neuen Sturmduo Schröter/Kaufman.

Borussia Dortmund – Arminia Bielefeld (Samstag, 15.30 Uhr)

Die Fachwelt staunt, die Fans hoffen: Eine verblüffende Aufholjagd hat den BVB zu neuem Leben erweckt. Für das drittbeste Rückrunden-Team ist der 6. Rang, der möglicherweise in den UEFA-Cup verhilft, nur noch drei Punkte entfernt. Mit einem Heimsieg über Bielefeld soll der Aufwärtstrend fortgesetzt werden. Viel spricht dafür: Koller und Rosicky kehren ins Team zurück. Zudem verbuchten die Gäste in den letzten sieben Auswärtsspielen lediglich zwei Zähler. Sie müssen weiterhin auf Nationalspieler Owomoyela verzichten.

SC Freiburg – Bayer Leverkusen (Samstag, 15.30 Uhr)

Dicke Luft in Leverkusen: Nach Niederlagen in Bielefeld und gegen Dortmund musste das Team von Augenthaler die UEFA-Pokal-Ränge räumen. Deshalb beorderte der Coach seine Profis einen Tag eher ins Trainingslager nach Bitburg. Ohne Ponte, aber mit Roque Junior will das Team mit einem Sieg beim «Schlusslicht» aus Freiburg die Talfahrt stoppen. Zumal es für die Gastgeber lediglich darum geht, sich mit Anstand aus der Liga zu verabschieden. Nach neun Partien ohne Sieg sehnen die heimischen Fans einen «Dreier» herbei.

Werder Bremen – Hertha BSC (Samstag, 15.30 Uhr)

Letzte Ausfahrt Champions League: Nur mit einem Sieg im Verfolger-Duell gegen Hertha BSC kann Bremen seine Minimalchance auf die europäische Königsklasse wahren. Allerdings bangt der in den vergangenen beiden Heimspielen sieglose deutsche Meister um den Einsatz von Klose (Knieprobleme). Für den Nationalstürmer steht Valdez als Ersatz bereit. Der Gast will den neuen Wirbel um Regisseur Marcelinho in positive Energien umsetzen. Simunic und Fathi kehren in die Viererkette, Rafael in den Angriff zurück.

FC Schalke 04 – Hamburger SV (Samstag, 15.30 Uhr)

Schalke steht am Scheideweg: Nach zwei Schlappen in drei Partien ist aus dem Drei-Punkte-Vorsprung ein Drei-Punkte-Rückstand auf die Bayern geworden. Deshalb wurde Trainer Rangnick Anfang der Woche lauter: Seine Kabinenansprache soll zu einem Heimsieg über den HSV verhelfen. Einfach wird das nicht: Mit Lincoln und Bordon fehlen zwei Stützen. Im Blickpunkt steht Rückkehrer Mpenza: Der Angreifer will an alter Wirkungsstätte dazu beitragen, dass der HSV nach drei sieglosen Spielen wieder ein Erfolgserlebnis feiern kann.

Hansa Rostock – VfB Stuttgart (Samstag, 15.30 Uhr)

Die Bilanz ist beeindruckend: Nach 19 Punkten aus den vergangenen sieben Spielen ist der VfB Stuttgart ins Titelrennen zurückgekehrt. Obwohl Coach Sammer erstmals seit Monaten personell wieder aus dem Vollen schöpfen kann, ist er vor der Reise zur schlechtesten Heimmannschaft skeptisch: «Das wird eine ganz gefährliche Kiste», sagte er. Solche Warnungen machen Sinn: Nach dem 0:3 in Nürnberg kämpfen die Rostocker mal wieder um ihre letzte Chance.

1. FC Kaiserslautern – VfL Bochum (Sonntag, 17.30 Uhr)

Neuer Trainer, neues Glück: Nach seinem gelungenen Bundesliga-Einstand in Bielefeld (2:0) plant Kaiserslauterns Interimscoach Moser seinen nächsten Coup. Mit einem Heimsieg über Bochum will er sich ein weiteres Mal für die Verlängerung seines nur bis zum Saisonende laufenden Vertrages bei den Profis empfehlen. Der Gastgeber ist gewarnt: Immerhin sammelten die Bochumer zuletzt sieben Punkte in drei Spielen. Nach dem Schreck über den Ausfall von Madsen hofft VfL-Coach Neururer auf eine Trotzreaktion seiner Mannschaft.

VfL Wolfsburg – 1. FC Nürnberg (Sonntag, 17.30 Uhr)

An alter Wirkungsstätte will Nürnbergs Trainer Wolf dem Klassenverbleib näher kommen. Deshalb fordert er von seinen Profis die gleiche Einstellung wie beim 3:0 vor einer Woche gegen Rostock. Erneut muss der Fußball-Lehrer auf seinen Stammsturm Schroth und Vittek verzichten. Darüber hinaus fehlen Wolf, Lagerblom und Ketelaer. VfL-Coach Gerets kann zwar Petrow wieder aufbieten. Dafür fällt der verletzte Argentinier D’Alessandro weiterhin aus.