«Club» vor Aufstiegsfeier in der Fremde

«Club» vor Aufstiegsfeier in der Fremde
«Club» vor Aufstiegsfeier in der Fremde
Der Nürnberger Samuel Slovak (l) trifft gegen Alemannia Aachen.

München (dpa) – Ausgerechnet an zwei Spieltagen in der Fremde könnte der 1. FC Nürnberg im Aufstiegsrennen in der 2. Bundesliga alles klar machen. Am 31. Spieltag gastiert der «Club» beim Tabellen-Zweiten Arminia Bielefeld und knapp eine Woche später dann beim VfL Osnabrück.

Dann könnte die Rückkehr der Franken in die Bundesliga bereits feststehen – und die derzeit von ihrer Mannschaft begeisterten Nürnberger Fans müssten sich in Sachen Aufstiegsparty noch ein wenig gedulden. Für das letzte Heimspiel der Saison gegen Rot-Weiß Oberhausen sind bereits 30 000 Tickets verkauft und spätestens dann soll in Franken richtig gefeiert werden.

Mit Nürnberg, Bielefeld und Energie Cottbus könnten alle drei Bundesliga-Absteiger der Vorsaison den direkten Wiederaufstieg schaffen und damit für ein Novum in der Liga sorgen. Oberhausen als Vierter und Alemannia Aachen als Fünfter haben bereits vier Punkte Rückstand auf den dritten Rang. Und in Nürnberg, Bielefeld und Cottbus versucht man, vor der Schlussphase der Liga die Nerven zu bewahren. «Ich bin weiter sehr zuversichtlich, wir schaffen die Rückkehr in die Bundesliga», sagte Bielefelds Torhüter Mathias Hain. Und sein Trainer Uwe Rapolder meinte: «Sechs Punkte und ein besseres Torverhältnis sind ein gutes Polster. Noch zwei Siege und wir sind durch.»

Aber ob die Ostwestfalen einen dieser angestrebten Siege bereits gegen Tabellenführer Nürnberg einfahren können? Der «Club» konnte zuletzt mit starken Leistungen aufwarten und Trainer Wolfgang Wolf versprach: «Wir werden akribisch weiterarbeiten und wollen so schnell wie möglich aufsteigen.»

Auch Energie Cottbus als momentaner Tabellendritter hat seine Mini-Krise überwunden und nach vier sieglosen Spielen am vergangenen Spieltag wieder einen Erfolg gefeiert. «Die Mannschaft ist toll wieder aufgestanden», erklärte Energie-Coach Eduard Geyer, der nun hofft, dass der Erfolg am vergangenen Spieltag «die Initialzündung» für den Schlussspurt ist. Nun gastieren die Lausitzer beim MSV Duisburg, danach stehen zwei Heimspiele gegen den VfB Lübeck und Jahn Regensburg auf dem Programm. «Wir müssen diese beiden Heimspiele gewinnen», fordert Manager Klaus Stabach.

Im Tabellenkeller zittern noch etliche Mannschaften. Zwischen dem LR Ahlen als Tabellen-15. und der SpVgg Unterhaching als Neuntem liegen gerade einmal zwei Zähler. Einzig für den VfL Osnabrück ist der Klassenverbleib kaum noch zu schaffen. Die restlichen Teams schwanken zwischen Hoffen und Bangen. «Wir müssen die Ruhe bewahren», fordert Günther Brandl, der Trainer des Tabellen-14. Regensburg. Fast genauso klingen die Worte von Lorenz-Günther Köstner, Coach des Karlsruher SC (12.): «Wichtig ist, dass wir uns jetzt nicht gegenseitig die Köpfe einhauen.»

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