«Club» geht gegen Hooligans vor

«Club» geht gegen Hooligans vor
«Club» geht gegen Hooligans vor
Das Vereins-Logo des 1. FC Nürnberg.

Nürnberg (dpa) – Fußball-Zweitligist 1. FC Nürnberg hat die Ausschreitungen während und nach dem Auswärtsspiel bei Jahn Regensburg aufs Schärfste verurteilt und droht den Randalierern mit Konsequenzen.

«Wir werden gemeinsam mit unseren Fans gegen die Störenfriede vorgehen und alles in unserer Macht liegende tun, die für solche Szenen Verantwortlichen einer Bestrafung zuzuführen», sagte Sportdirektor Martin Bader. «Wir werden es nicht dulden, dass Randalierer unter dem Namen 1.FC Nürnberg ihre Aggressionen ausüben.»

Bei den Vorfällen in und um das ausverkaufte Jahnstadion war neben drei Polizisten auch eine unbekannte Anzahl von Fans verletzt worden. Von den 21 Festnahmen werden nach Auskunft der Ordnungsbehörden sechs Fälle weiter verfolgt – hier drohen möglicherweise Stadionverbote.

Der «Club» stellt sich aber auch eindeutig vor seine zum größten Teil friedlichen Anhänger. «Bei sechs letztlich zu verfolgenden Festnahmen von hunderten von gewalttätigen Fans zu sprechen, wie in der Öffentlichkeit dargestellt, halten wir für übertrieben», betonte Bader. Seit Jahren sind Nürnberger Fußball-Anhänger nicht durch Gewalt aufgefallen, gelten im Gegenteil als fröhliche Fans.

Der Verein wird in den kommenden Tagen im Dialog mit der Regensburger Polizei, Ordnungskräften und auch den Nürnberger Szenebeamten bleiben, um auch festzustellen, inwieweit der Einsatz der einheimischen Ordnungskräfte vor allem auch gegen friedliche «Club»-Anhänger unverhältnismäßig ausgefallen ist und so möglicherweise zu einer weiteren Eskalation beigetragen hat.

Beim FCN ist eine Vielzahl von Beschwerden mitgereister Anhänger über Mängel bei der Organisation in Regensburg und das Verhalten der Ordnungskräfte eingegangen. «Wir werden unsere friedlichen Fans schützen und diesen Vorwürfen natürlich nachgehen», sagte der FCN- Sportdirektor.

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