Sars pfeift Rapid gegen Bayern

Sars pfeift Rapid gegen Bayern
Sars pfeift Rapid gegen Bayern
Die Münchner Mario Walker (li) und Olaf Bodden diskutieren mit Alain Sars während des UEFA-Cup Spieles Rapid gegen 1860 München im Oktober 1997.

München (dpa) – Der französische Schiedsrichter Alain Sars leitet das Champions-League-Spiel des FC Bayern München beim österreichischen Meister Rapid Wien. An den 44-Jährigen hat der deutsche Fußball-Rekordmeister gute Erinnerungen: Im vergangenen Jahr pfiff Sars beim 4:0-Heimsieg im Gruppenspiel gegen Ajax Amsterdam.

Bayerns Lokalrivale TSV 1860 München erlebte dagegen vor acht Jahren ebenfalls im Ernst-Happel-Stadion ein Skandalspiel unter der Leitung von Sars. Die «Löwen» verloren am 22. Oktober 1997 das Hinspiel der zweiten Runde des UEFA-Pokals in Wien gegen Rapid nach zwei Platzverweisen und einem bösen Irrtum des Schiedsrichters mit 0:3 und schieden nach einem 2:1 im Rückspiel aus dem Europapokal aus.

Bei der Partie in Wien leistete sich Sars einen groben Fehler: In der 45. Spielminute wehrte der damalige «Löwen»-Profi Marco Walker im eigenen Strafraum einen Schuss absichtlich mit der Hand ab. Sars entschied auf Elfmeter und Rote Karte. Allerdings zeigte er diese nicht Walker, sondern dessen Verteidiger-Kollegen Jochen Kientz.

Erst auf Intervention des Schweizer UEFA-Beobachters Werner Müller, der die Szene auf einem Fernsehschirm gesehen hatte und anschließend auf das Spielfeld rannte, korrigierte Sars seinen Fehler und schickte Walker in die Kabine. Dort bekam der Schweizer kurz darauf Gesellschaft. Denn in der Nachspielzeit der ersten Spielhälfte sah «Löwen»-Stürmer Olaf Bodden nach einer Tätlichkeit ebenfalls die Rote Karte.