Bilanzfälschungs-Verdacht gegen Schalke

Gelsenkirchen (dpa) – Die Staatsanwaltschaft Essen hat im Zuge des Ermittlungsverfahren gegen den FC Schalke 04 Räume des Gelsenkirchener Rathauses durchsucht. Gegen den Fußball-Bundesligisten liegt der Verdacht der Bilanzfälschung und Insolvenzverschleppung vor.

Die Staatsanwaltschaft beschlagnahmte umfangreiches Aktenmaterial. Stadtsprecher Martin Schulmann bestätigte dem WDR die Durchsuchung. Die Aktion war offenbar gezielt auf die Stadtkämmerei gerichtet gewesen.

Bei dem Fall geht um die bilanzielle Bewertung des Grundstücks Parkstadion, der früheren Spielstätte der Schalker. Die Stadt Gelsenkirchen hatte das Grundstück für einen Euro an den Verein verkauft. In der Schalke-Bilanz schlägt es mit 15,6 Millionen Euro zu Buche. Der Wert des Grundstücks lag nach Berechnungen der Stadt bei einer Million Euro. Der Rat hatte aber beschlossen, es für einen Euro an Schalke abzugeben, weil die Sanierung des Stadions mit einem Umbau zur Leichtathletikstätte etwa eine Million Euro verschlungen hätte.

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