Benins U-20-Torwart erstochen

Cotonou (dpa) – Bei der Afrikameisterschaft der U-20-Fußballer in Benin ist der Torwart des Gastgeber-Teams von Unbekannten ermordet worden.

Der 19-Jährige Yessoufou Samiou, genannt «Campos», wurde einen Tag nach Benins 0:3-Niederlage im Auftaktspiel gegen Nigeria von mehreren Messerstechern am Strand von Cotonou überfallen. Wie der Radiosender «Africa No. 1» berichtete, erlag der Keeper wenig später in einem Krankenhaus der westafrikanischen Metropole seinen Verletzungen.

Beobachter vermuteten, «Campos» sei von enttäuschten Fans für die 0:3-Schlappe gegen den großen Nachbarn verantwortlich gemacht und gelyncht worden. Die Polizei bestätigte diese Vermutung jedoch nicht. Das Motiv der Bluttat sei unbekannt, betonte ein Ermittler. Allerdings könne ein Raub ausgeschlossen werden. Der Keeper hatte sich vor der Tat mit einer jungen Frau am Strand getroffen.

Der Präsident des Weltverbandes FIFA, Joseph Blatter, sprach den Angehörigen des Toten sein Beileid aus. «Der Tod des jungen Spielers ist eine Tragödie, die die Fußballfamilie und insbesondere den Fußball in Benin erschüttert.»