Bayern stichelt weiter gegen Bremen

Bayern stichelt weiter gegen Bremen
Bayern stichelt weiter gegen Bremen
Bayern-Manager Uli Hoeneß glaubt an seine Mannschaft.

München (dpa) – Der FC Bayern München geht im Endspurt um die deutsche Fußballmeisterschaft in die Verbal-Offensive und setzt Titelanwärter Werden Bremen mit weiteren Sticheleien unter Druck.

«So kann man auf Dauer nicht deutscher Meister werden», sagte Manager Uli Hoeneß in der Zeitschrift «Sport Bild» in Anspielung auf das glückliche 1:0 des Bundesliga-Spitzenreiters bei Eintracht Frankfurt: «Das kann nicht gut gehen. Ich bin immer noch der Meinung, dass sich das Glück mit den vielen Toren kurz vor Schluss irgendwann dem Ende zuneigt.»

Sechs Spieltage vor dem Saisonende glauben die Bayern trotz sieben Punkten Rückstand auf Werder weiterhin an ihre Titelchance. «Wenn wir alle unsere Spiele gewinnen, werden wir Bremen noch abfangen und deutscher Meister. Davon bin ich überzeugt», sagte Hoeneß und hofft auf einen Ausrutscher der Hanseaten. Eine Serie von schlechten Spielen führe unweigerlich zur Niederlage, meinte der 52-Jährige, «deshalb müssen wir ganz ruhig bleiben und unsere Spiele gewinnen.»

Auch während seines Osterurlaubs in der Schweiz ärgerte sich der Bayern-Manager noch über das Bremer Siegtor durch einen fragwürdigen Elfmeter und witterte ähnlich wie Torwart Oliver Kahn, der von «komischen Tendenzen» gesprochen hatte, offenbar eine Verschwörung der Schiedsrichter. Er frage sich, sagte Hoeneß, ob die Bremer «wirklich wieder Glück» gehabt hätten. Das ist ja längst nicht mehr das Glück des Tüchtigen.»

Unabhängig von Ausgang der Saison planen die Münchner bereits intensiv für die kommende Spielzeit, in der womöglich Torsten Frings das Bayern-Trikot tragen wird. «Torsten Frings ist der einzige, der für uns in Frage kommt», bestätigte Hoeneß das Interesse am Nationalspieler von Borussia Dortmund. Angeblich bemüht sich der FC Bayern aber noch um einen weiteren Mittelfeldspieler, nachdem der Transfer des Argentiniers Carlos Tevez nicht zu Stande kommt. Laut Informationen des Fachmagazins «Kicker» wurde Spielmacher Deco vom Champions-League-Halbfinalisten FC Porto beobachtet.

Im Angriff soll es nach der Verpflichtung von Vahid Hashemian vom VfL Bochum keine weiteren Änderungen geben. Ein Verkauf von Claudio Pizarro, an dem Schalke 04 interessiert war, sei kein Thema, betonte Hoeneß: «Wir gehen wieder mit vier Stürmern in die Saison.»

In der laufenden Spielzeit wird Sebastian Deisler womöglich sein Bundesliga- Comeback feiern. Mit einem weiteren Gastspiel bei den Bayern- Amateuren im Regionalligaspiel gegen die Stuttgarter Kickers bereitet sich der Nationalspieler auf einen möglichen Einsatz in der Auswärtspartie am Samstag bei Borussia Dortmund vor. Deisler, der bereits vorige Woche bei den «kleinen Bayern» Spielpraxis gesammelt hatte, bestritt sein letztes Bundesligaspiel am 8. November 2003 gegen Dortmund. Danach hatte er sich wegen Depressionen in einer Klinik behandeln lassen.

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