Aufstiegskampf der 2. Liga bleibt spannend

München (dpa) – Der VfL Osnabrück steht als erster Absteiger aus der 2. Fußball-Bundesliga fest – im Aufstiegskampf ist dagegen auch nach dem 31. Spieltag noch keiner der drei Bundesligaplätze vergeben.

Hinter dem souveränen Spitzenreiter 1. FC Nürnberg (55 Punkte), der seine Bundesliga-Rückkehr allerdings mit einem Auswärtssieg im Top-Spiel beim Tabellenzweiten Arminia Bielefeld (52) praktisch perfekt machen könnte, spitzt sich vor allem der Kampf um Platz drei immer mehr zu. Denn Energie Cottbus ging im Auswärtsspiel beim MSV Duisburg mit 2:4 unter.

Der Vorsprung der Lausitzer (50) auf den neuen Tabellenvierten Alemannia Aachen (49) schrumpfte auf nur noch einen Zähler. «Die Spieler müssen nachts in der Bar sein, so einen Abfall kann ich mir nicht erklären», schimpfte Energie-Trainer Eduard Geyer. Sein Team wachte erst nach einer Stunde auf, aber da stand es nach Toren von Peter van Houdt, Markus Kurth und Alexander Bugera (Foulelfmeter) bereits 3:0 für den MSV. Die Anschlusstore von Laurentiu Reghecampf (72.) und Robert Vagner (82.) kamen zu spät, zumal Abdelaziz Ahanfouf (76.) zwischendurch noch für Duisburg traf. «Die Offensivabteilung hat nicht stattgefunden», kommentierte Geyer verärgert: «Wir sind keine Übermannschaft, die alle wegputzen. Aachen und Mainz haben die gleichen Chancen wie wir.»

Pokalfinalist Aachen hatte einen hart erkämpften 2:1-Heimerfolg gegen Osnabrück vorgelegt und damit den Abstieg des Tabellenletzten in die Regionalliga Nord besiegelt. «Das war ein Sieg über die Nerven», sagte Aachens Trainer Jörg Berger. Auch Mainz 05 (47 Punkte) rückt nach dem Cottbuser Patzer und dem eigenen 4:1-Sieg beim VfB Lübeck plötzlich wieder in Reichweite von Rang drei.

Rot-Weiß Oberhausen darf zwar mit derselben Punktzahl auch noch hoffen, aber das 2:2 bei Union Berlin war trotzdem zu wenig. «Normalerweise ist der Aufstiegszug abgefahren», kommentierte Trainer Jörn Andersen. Der Brasilianer Simioni bewahrte RWO im Auswärtsspiel gegen den ehemaligen Trainer Aleksandar Ristic mit seinem Treffer in der Schlussminute wenigstens vor einer Niederlage. Für die Berliner (32 Punkte) dürfte der späte Ausgleich wohl den Abstieg bedeuten.

Der große Gewinner im Abstiegskampf war Wacker Burghausen, das nach Toren von Daniel Rosin (54.) und Youssef Mokhtari (63.) das bayerische Derby bei der SpVgg Unterhaching mit 2:1 gewann. Mit 38 Punkten verließen die Burghausener wieder die Abstiegsplätze.

Neben Unterhaching (39) müssen in der ausgeglichenen Liga sogar noch die Teams weiter zittern, die wie Eintracht Trier und die SpVgg Greuther Fürth (beide 41) drei Spieltage vor Saisonende die magische 40-Punkte-Grenze durchbrachen. «Ich glaube, dass wir trotzdem noch ein paar Punkte brauchen», sagte Triers Trainer Paul Linz nach dem umjubelten 3:0 gegen den Mitkonkurrenten LR Ahlen.

Die Fürther machten mit einem 5:1-Torfestival gegen Erzgebirge Aue einen großen Schritt zum Klassenverbleib. Den verpassten Jahn Regensburg (38 Punkte) und der Karlsruher SC (39), die sich im direkten Duell nach Treffern von Milorad Popovic (41.) für den KSC und Marijan Kovacevic (58.) für die Gastgeber mit 1:1 trennten.

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