Aufstiegsfete für «Club» Tabu-Thema

Aufstiegsfete für «Club» Tabu-Thema
Aufstiegsfete für «Club» Tabu-Thema
Der Nürnberger Samuel Slovak (l) trifft gegen Alemannia Aachen.

Nürnberg (dpa) – An der Rückkehr des 1. FC Nürnberg in die Fußball-Bundesliga gibt es kaum noch Zweifel, doch noch bleiben die Sektflaschen beim «Club» fest verschlossen. Die Suche nach einem Termin für eine Aufstiegsfeier ist streng tabu.

Und Wolfgang Wolf warnte trotz aller Freude über den 3:0 (0:0)-Sieg gegen den direkten Konkurrenten Alemannia Aachen vor verfrühtem Jubel. «Wir haben eine glänzende Ausgangsposition, mehr nicht. Wir haben noch nichts erreicht», sagte der Trainer. Bei neun Punkten Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsplatz reicht dem Tabellenführer aus den letzten vier Spielen jedoch schon ein Sieg, um ein Jahr nach dem Abstieg wieder ins Fußball-Oberhaus zurückzukehren.

Schon im nächsten Spiel bei Arminia Bielefeld könnte der Aufstieg der Franken perfekt sein. Während sich Wolf noch bedeckt hält, haben die FCN-Profis keine Zweifel mehr. «Wenn wir jetzt nicht aufsteigen, sind wir die Deppen der Nation», sagte Torwart Raphael Schäfer nach dem Sieg durch die Tore von Marek Nikl (54. Minute), Samuel Slovak (72.) und Marek Mintal (90./+2). Tommy Larsen fügte an: «Ich bin mir sicher, dass wir es schaffen.» Der Vertrag des Kapitäns verlängert sich nur im Falle des Aufstiegs.

Der Norweger Larsen wird also wohl in Nürnberg bleiben, die Karriere von Publikumsliebling Sasa Ciric steht dagegen vor einem unrühmlichen Ende. Der Stürmer wurde vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nach seinem Platzverweis wegen einer Tätlichkeit für vier Spiele gesperrt. Somit könnte der 36-Jährige vor seinem Abschied vom «Club» am Saisonende nicht mehr zum Einsatz kommen. Der Verein kündigte allerdings einen Protest gegen die Strafe an, um dem verdienten Akteur einen gebührenden Abschied zu ermöglichen.

Unterdessen könnte eine verbale Attacke von Nürnbergs Präsident Michael A. Roth für erneute Spannungen zwischen dem «Club» und Aachen sorgen. «Ich freue mich, dass wir die Aachener endlich mal niedergeknüppelt haben. Das hat ihnen lange gebührt», sagte der für seine harschen Worte bekannte Vereinschef. Bei Ausschreitungen während des Hinspiels in Aachen war Trainer Wolf am Kopf verletzt worden. Das per Gerichtsbeschluss erzwungene Wiederholungsspiel hatte der «Club» 2:3 verloren.

Bei den Aachenern hakt Trainer Jörg Berger auch nach der zweiten 0:3-Niederlage hintereinander das Thema Aufstieg noch nicht ab. Zu viel Ablenkung durch die seit diesem Wochenende feststehende UEFA-Cup-Teilnahme des DFB-Pokalfinalisten fürchtet der Trainer nicht. «Das ist ja alles prima, alles schön. Aber das ist auch alles erst in der nächsten Saison. Das ist allen meinen Spielern klar», sagte der Coach des Tabellen-Fünften. Auch die Diskussion um den möglichen Spielort (Köln, Mönchengladbach, Düsseldorf) für die Europapokal-Heimspiele soll die Alemannia im Liga-Endspurt nicht belasten.

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