Arena hofft auf 6 Millionen Abonnenten

Arena hofft auf 6 Millionen Abonnenten
Arena hofft auf 6 Millionen Abonnenten
Thomas Hitzlsperger (r) versucht dem Schalker Lincoln den Ball abzunehmen.

Berlin (dpa) – Der Kabelnetzbetreiber Arena will mit Hilfe der Fußball-Bundesliga im Pay TV mindestens sechs Millionen Abonnenten gewinnen. Dies sei die «absolute Untergrenze», sagte der Arena-Generalbevollmächtigte Bernard de Roos im Gespräch mit der Tageszeitung «Die Welt».

Berlin (dpa) – Der Kabelnetzbetreiber Arena will mit Hilfe der Rechte an der Fußball-Bundesliga im Pay TV in den kommenden drei Jahren mindestens sechs Millionen Abonnenten gewinnen. Dies sei die «absolute Untergrenze», sagte der Arena-Generalbevollmächtigte Bernard de Roos im Gespräch mit der Tageszeitung «Die Welt».

Arena, eine Tochterfirma des Kabelkonzerns Unity Media, hatte vergangene Woche von der Deutschen Fußball Liga (DFL) die Bundesliga-Rechte für das Bezahlfernsehen gekauft. Der bisherige DFL-Partner Premiere, der bei der Rechtevergabe leer ausgegangen war, konnte in den vergangenen 14 Jahren rund 3,4 Millionen Kunden für das Abo- Fernsehen gewinnen.

Roos nannte die von der DFL geforderte Reichweite für Arena kein Problem. «Wir übertreffen die geforderte Reichweite», betonte der niederländische Sportmanager. Das Unternehmen werde Fußball per Kabel und Satellit zeigen und zudem Sublizenzen vergeben. Die könnten auch im frei empfangbaren Fernsehen (Free TV) laufen.

«Es ist durchaus vorstellbar, Live-Spiele im Free-TV zu zeigen. Und zwar bei einem großen Sender. Uns liegen verpflichtende Offerten von Sendern vor», sagte Roos. Nach Ansicht von TV-Experten kommen als mögliche Arena-Partner Sender wie RTL oder Sat.1 in Frage. Derzeit darf die ARD nur zwei Live-Spiele pro Saison im Free TV zeigen.

Schwieriger wird es dagegen für Premiere, eine Sublizenz zu erhalten. «Wir haben die Rechte nicht übernommen, um sie dann gleich wieder an Premiere zurückzugeben», erklärte Roos weiter. «Wir wollen eine neue Sendeplattform neben Premiere in Deutschland aufziehen. Aus dem Monopol soll ein Duopol werden.» Premiere-Chef Georg Kofler hatte zuletzt mehrfach Interesse an einer Unterlizenz angedeutet.

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