2. Liga mit 23 Neuen – Fürth will aufsteigen

2. Liga mit 23 Neuen – Fürth will aufsteigen
2. Liga mit 23 Neuen - Fürth will aufsteigen
Jörg Albertz (vo) im Juli 2003 in Schanghai in Aktion.

München (dpa) – Fürth griff in die Vollen, Duisburg und Köln blieben bescheiden – das Spitzentrio der 2. Fußball-Bundesliga hat auf dem Wintertransfermarkt ein unterschiedliches Kaufverhalten an den Tag gelegt.

Mit den spektakulären Verpflichtungen der Erstligaerfahrenen Jörg Albertz und Christian Timm setzte die SpVgg Greuther Fürth ein dickes Ausrufezeichen hinter ihre Aufstiegs-Ambitionen. Dagegen vertraut die Konkurrenz weitgehend auf den vorhandenen Kader. Der 1. FC Köln startet ohne neues Personal in die Rückrunde, Spitzenreiter MSV Duisburg begnügte sich mit der Verpflichtung des arbeitslosen Mittelfeldspielers Markus Anfang.

Der Tabellendritte aus Fürth hofft, mit den zwei Neulingen für das Aufstiegs-Rennen bestens gerüstet zu sein. Doch Präsident Helmut Hack warnt vor voreiliger Euphorie: «Wir können nicht gleich Wunderdinge von ihnen erwarten, aber sie werden uns sicher bei unserem großen Ziel helfen.» Mit dem «Haudegen» Albertz, der die vergangenen zwei Jahre in China spielte, Timm, der beim 1. FC Kaiserslautern nicht zurecht kam, und der Rückkehr der lange verletzten Tomas Votava, Danny Fuchs und Petr Ruman hat Trainer Benno Möhlmann im Kampf mit der Konkurrenz aus Duisburg, Köln oder Aachen reichlich neue Alternativen.

Dagegen geizten wie Köln auch LR Ahlen, Karlsruher SC, Energie Cottbus und die SpVgg Unterhaching mit Neuverpflichtungen. Mit vier Transfers spielte Wacker Burghausen die aktivste Rolle auf dem Spielermarkt. Wacker erhofft sich von Thomas Drescher, der 18 Bundesligaspiele für Kaiserslautern bestritt, mehr Stabilität in der Abwehr. Aufsteiger Dynamo Dresden peilt mit drei Neuen, darunter die Nationalspieler Darko Horvat (Kroatien) und Mariusz Kukielka (Polen), in der Rückserie den Klassenverbleib an.

Wie schon vor der Saison wurde die 2. Liga wieder zum Sammelbecken für arbeitslose Profis, unterbeschäftigte oder ausgemusterte Erstligaspieler und unbekannte Ausländer. Sieben der insgesamt 23 während der Winterpause verpflichteten Spieler kamen in der Bundesliga nicht mehr zum Zug und versuchen nun eine Klasse tiefer ihr Glück. Acht ausländische Profis sorgen in der Multi-Kulti-Liga für weitere Farbtupfer. Mit Markus Anfang, der im vorigen Sommer Cottbus verlassen hatte, und dem früheren Ahlener Ansgar Brinkmann (Dresden) kehrten zwei zuletzt Arbeitslose in den bezahlten Fußball zurück.

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