«Zebras» stürmen Richtung Bundesliga

«Zebras» stürmen Richtung Bundesliga
«Zebras» stürmen Richtung Bundesliga
Petrick Sander gestikuliert im Januar am Spielfeldrand.

München (dpa) – Nach fünf Jahre langer Abstinenz steht der MSV Duisburg vor der Rückkehr in die Bundesliga: Die «Zebras» gewannen mit 4:0 gegen Rot-Weiß Erfurt und stürmten mit dem 12. Heimsieg der Saison wieder an die Tabellenspitze der 2. Fußball- Bundesliga.

Der ärgste Konkurrent 1. FC Köln kann jedoch im Spitzenspiel des 28. Spieltages gegen die SpVgg Greuther Fürth nachlegen und bei einem Sieg die Tabellenführung zurückerobern. Zurück auf einem Aufstiegsplatz ist nach dem 4:0 bei Dynamo Dresden auch der TSV 1860 München.

«Wenn wir so weiter machen wie in Trier, laufen wir höchste Gefahr, den Aufstieg noch zu verspielen», hatte Duisburgs Trainer Norbert Meier nach der jüngsten Auswärtspleite gewarnt. Doch bei seinem Team war von Verunsicherung keine Spur: Schon in der 8. Minute erzielte Abdelaziz Ahanfouf sein 14. Saisontor, 180 Sekunden später erhöhte Markus Anfang. Nach der Pause machten Nasir El Kasmi und Alexander Bugera den klaren Heimsieg perfekt. Bei acht Punkten Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsplatz ist sechs Spieltage vor Saisonende der ersehnte Aufstieg für die Duisburger greifbar nah.

Auch ohne ihren verletzten Torschützen Arie von Lent hat Eintracht Frankfurt den dritten Aufstiegsplatz weiter im Blick: Durch Tore von Du-Ri Cha, Jermaine Jones und Benjamin Köhler besiegten die Hessen die abstiegsbedrohte SpVgg Unterhaching mit 3:0 und liegen nach dem neunten Heimsieg in Serie nur zwei Punkte hinter dem Dritten München. Einen Rückschlag musste dagegen Alemannia Aachen nach drei Siegen in Serie hinnehmen: Die Rheinländer kamen bei Schlusslicht Rot-Weiß Oberhausen über ein mageres 0:0 nicht hinaus.

Bei den «Löwen» blühen nach dem Erfolg am Freitag beim Aufsteiger dagegen wieder die Aufstiegsträume. «Wir rackern, wir marschieren, und wir spielen mittlerweile richtig gut Fußball», jubelte Stürmer Paul Agostinho nach dem Sprung auf einen Aufstiegsplatz. «Ich bin mir sicher: Wir steigen auf!» Trainer Reiner Maurer, der am Montag seinen Vertrag verlängern wird, ist nach elf Spielen ohne Niederlage überzeugt: «Wir haben einen super Sprung nach oben gemacht.»

«Es ist mir egal, wer noch aufsteigt. Hauptsache, wir steigen auf», lässt sich Kölns Jung-Nationalspieler Lukas Podolski vor dem Gipfel gegen Fürth auch von der momentanen Schwäche der «Geißböcke» nicht beirren. Seit zwei Spielen sind die Kölner ohne Treffer, auch Top-Torjäger Podolski wartet im Liga-Alltag seit einem Monat auf ein Erfolgserlebnis. Dicke Luft herrscht beim Tabellenvierten: «So macht das keinen Spaß», schimpfte Trainer Benno Möhlmann nach dem 1:1 gegen Burghausen – und setzte Kapitän Petr Ruman ab. Mit Straftraining will der Coach doch noch den Weg ins Oberhaus ebnen. «Je mehr wir trainieren, desto weniger haben die Spieler Zeit zu denken.»

2:2 trennten sich Wacker Burghausen und Erzgebirge Aue: Andrzej Juskowiak brachte die Gäste (12.) in Front, Stefan Reisinger sorgte per Kopf (20.) für den Ausgleich. Tom Geißler besorgte kurz vor der Pause die Führung für die Oberbayern, doch Sebastian Helbig schaffte nach der Pause den Ausgleich. Im Kampf gegen den drohenden Abstieg kam der Karlsruher SC gegen den direkten Konkurrenten LR Ahlen über ein mageres 0:0 nicht hinaus. Bereits am Freitag hatte Aufsteiger Rot-Weiß Essen beim 0:0 in Saarbrücken einen wichtigen Punkt gegen den Abstieg einfahren können. Energie Cottbus verschaffte sich mit dem 2:1-Heimsieg gegen Eintracht Trier etwas Luft im Abstiegskampf.