Verwaltungsrat von Cottbus unter Druck

Verwaltungsrat von Cottbus unter Druck
Verwaltungsrat von Cottbus unter Druck
Cottbus-Präsident Krein (r) und Klaus Stabach stehen 2003 im Stadion der Freundschaft.

Cottbus (dpa) – Der Verwaltungsrat gerät beim Fußball-Zweitligisten Energie Cottbus verstärkt unter Druck.

Nachdem dessen Sprecher Andreas Beil öffentlich von Forderungen der Sponsoren nach einer sofortigen Beurlaubung von Manager Klaus Stabach berichtetet hatte, rücken einige Geldgeber offensichtlich inzwischen davon ab. So sei ein Angebot der Sparkasse Spree-Neiße über die Bereitstellung von drei Millionen Euro für den finanziell angeschlagenen Club bei einer sofortigen Entmachtung des Managers nie so gemacht worden, berichtete Stabach nach einem Telefonat mit Sparkassen-Vorstandschef Ulrich Lepsch.

«Verwaltungsrats-Sprecher Andreas Beil hat unter Zeugen gesagt, ein solches Angebot würde bestehen. Ich habe nie Geld von der Sparkasse gefordert», betonte der weiter im Amt befindliche Energie-Manager im Trainingslager in Dubai. Stabach hatte auf das angebliche Angebot des Geldinstituts mit der Aussage reagiert: «Wenn die Sparkasse morgen drei Millionen Euro gibt, bin ich weg. Ich will, dass die Arbeitsplätze gesichert werden.»

Nun soll die Sparkasse übermittelt haben, sie wäre gar nicht in der Lage dazu, drei Millionen Euro zu geben und könnte so ein solches Angebot auch nicht unterbreiten. Es gehe um die langfristige Konsolidierung des FCE. «Die Sponsoren Vattenfall und enviaM haben deshalb die Ablösung von Stabach gefordert», sagte Lepsch in der «Lausitzer Rundschau». Andere Sponsoren und Banken, darunter auch die Sparkasse Spree-Neiße, hätten sich dem angeschlossen.

Die Ränkespiele beim Lausitzer Verein hatten mit einem Brief der Hauptgeldgeber begonnen, der vor knapp drei Wochen beim Präsidium des FC Energie eingegangen war. Darin hatten die Sponsoren angesichts der prekären wirtschaftlichen Situation auf den Einsatz eines kaufmännischen Geschäftsführers gedrängt. Beil und Landrat Dieter Friese sprachen danach Stabach öffentlich die «betriebswirtschaftliche Kompetenz» ab und verstärkten die Rücktrittsforderung. Energie wies jetzt darauf hin, dass sich Geschäftsführer und Manager Stabach ohnehin vorrangig um sportliche Dinge kümmert, für finanzielle Dinge sei mit Wolfgang Malth ein pensionierter Bankier auf Honorarbasis beschäftigt.

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