Trier verdirbt Kölns Party – Erfurt 1. Absteiger

Trier verdirbt Kölns Party – Erfurt 1. Absteiger
Trier verdirbt Kölns Party - Erfurt 1. Absteiger
Der Kölner Matthias Scherz (l) und Jesus Sinisterra kämpfen um den Ball.

München (dpa) – Eintracht Trier hat dem 1. FC Köln die Jubelparty verdorben und Rot-Weiß Erfurt zum ersten Absteiger aus der 2. Fußball-Bundesliga verurteilt. Am 32. Spieltag überraschten die Trierer mit dem 2:1 bei dem bereits als Aufsteiger feststehenden Spitzenreiter.

Sie dürfen bei nun 38 Punkten auf den Klassenerhalt hoffen. Dagegen ist Erfurt nicht mehr zu retten: Die Thüringer verloren beim Karlsruher SC mit 0:2 und haben mit 30 Punkten zwei Spieltage vor Saisonende keine Chance mehr. Dynamo Dresden (43 Punkte) brachte sich mit dem 1:0 im Sachsenderby gegen den FC Erzgebirge Aue endgültig in Sicherheit.

Den 50.000 Kölner Fans im ausverkauften RheinEnergie-Stadion war gar nicht zum Feiern zumute. Der FC, der mit dem 2:1 in Aue vorzeitig den Aufstieg perfekt gemacht hatte, verschlief die erste Halbzeit und geriet durch Milorad Pekovic (41. Minute) verdient in Rückstand. «Das muss besser werden. Wir haben unseren Fans gegenüber eine Verpflichtung», forderte der ehemalige Kölner Nationalspieler Hannes Löhr via «Premiere» eine Steigerung. Stürmer- Star Lukas Podolski (68.) gelang mit seinem 21. Saisontor zunächst der Ausgleich, doch fünf Minuten vor Spielende machte Nico Patschinski Triers zweiten Auswärtssieg und Kölns erste Heimniederlage perfekt.

Nach der Empörung über den Punktabzug am «grünen Tisch» musste Erfurt den endgültigen K.o. einstecken, dagegen kann sich der KSC (37 Punkte) nach dem ersten Heim-«Dreier» nach drei sieglosen Spielen im Wildparkstadion auf ein weiteres Jahr in der zweiten Liga einrichten. Vor gut 13 000 Zuschauern waren Martin Stoll (6.) und der Albaner Edmond Kapllani (46.) für die Mannschaft von Trainer Ede Becker erfolgreich. Aufsteiger Erfurt kehrt nach einem Jahr in der zweiten Liga wieder in die Regionalliga zurück.

Dynamo Dresden beseitigte mit dem knappen Erfolg im Sachsenderby die letzten Zweifel am Klassenerhalt. Die Dynamo-Fans unter den 23 940 Zuschauer im ausverkauften Rudolf-Harbig-Stadion freuten sich über die Tore von Klemen Lavric (21.)

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