Nach Geyer und Stabach: Krein nicht mehr Präsident

Nach Geyer und Stabach: Krein nicht mehr Präsident
Nach Geyer und Stabach: Krein nicht mehr Präsident
Michael Stein, neuer Präsident beim FC Energie Cottbus.

Cottbus (dpa) – Dieter Krein ist als Präsident des Fußball- Zweitligisten Energie Cottbus überraschend zurück getreten. Das erklärte der Lausitzer Verein am Pfingstsonntag. Er mache der «Neuausrichtung» des Vereins Platz, sagte der 64-jährige Krein nach der Meisterschafts-Partie gegen Eintracht Frankfurt (0:3).

Als amtierender Präsident übernahm der 49-jährige Unternehmer Michael Stein die Führung des FC Energie. Nach der Trennung vom langjährigen Trainer Eduard Geyer und der Beurlaubung von Manager Klaus Stabach verlässt mit Krein die dritte entscheidende Person, die Energie bis hinein in die Bundesliga gebracht hatte, die Führungsetage.

«Das ist kein plötzlicher Entschluss, wir hatten in den vergangenen fünf Monaten sehr schwere Zeiten zu überwinden», erklärte Krein, der 15 Jahre den Club geleitet hat und jetzt Ehrenpräsident werden soll. Auch Präsidiumsmitglied Werner Schaaf trat am Sonntag zurück. «Es ist wie eine Erleichterung. Ich will nicht mit 70 auf dem Fußballplatz tot umfallen», erklärte Krein.

Dass Krein mit seinem Rücktritt auf mögliche Forderungen von Sponsoren oder von neuen Investoren reagierte, wollte der ehemalige Präsident nicht bestätigen. «Ich weiß, dass die neue Orientierung auf festen Füßen steht. Ich will diese Diskussion nicht, das bringt uns nicht weiter», betonte Krein. Vor der Ablösung von Stabach hatten Verwaltungsratsmitglieder vom Druck einiger Geldgeber berichtet, die personelle Veränderungen in der Führungsetage wollten. Energie muss für die Erteilung der Lizenz für die neue Zweitliga-Saison noch Bedingungen erfüllen und verhandelt seit Wochen mit möglichen Geldgebern, die eine Etatlücke mit neuen Darlehen schließen könnten.

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