LR Ahlen erwägt Gang vor ein Zivilgericht

LR Ahlen erwägt Gang vor ein Zivilgericht
LR Ahlen erwägt Gang vor ein Zivilgericht
Die Manger von Burghausen, Gaugler (l), und Ahlen, Aehlig, in Frankfurt/Main.

Burghausen (dpa) – Der LR Ahlen wehrt sich weiterhin gegen die Annullierung seines Zweitliga-Sieges gegen Wacker Burghausen. Club-Präsident Helmut Spikker kündigte vor dem Spiel in Burghausen an, womöglich vor einem Zivilgericht gegen die Entscheidung der DFB-Gerichte vorzugehen.

Das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hatte Ahlens Einspruch gegen das Urteil des Sportgerichts vom 15. Februar, den 1:0-Sieg gegen Burghausen (22. Oktober 2004) zu annullieren, abgewiesen.

Mit dem Spruch des Bundesgerichts war die erste Spielwiederholung im deutschen Profi-Fußball vor dem Hintergrund krimineller Machenschaften bestätigt worden. Das Gremium hatte sich dabei hauptsächlich auf die Aussagen von Ex-Schiedsrichter Robert Hoyzer gestützt.

Spikker begründete die Haltung seines Clubs mit den schriftlichen Protokollen des damaligen Schiedsrichter-Beobachters Aaron Schmidhuber, der selbst nach Ansicht der Fernsehbilder den spielentscheidenden Handelfmeter als berechtigt und den Spielausgang als korrekt bezeichnet habe. Spikker zeigte Verständnis für die Burghausener, die auf eine Spielwiederholung bestehen, «aber die darf es unserer Ansicht nicht geben. Die drei Punkte gehören uns. Der DFB muss jetzt eine schnelle Lösung finden».

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