Braunschweig, Paderborn, Offenbach und Siegen dabei

Braunschweig, Paderborn, Offenbach und Siegen dabei
Braunschweig, Paderborn, Offenbach und Siegen dabei
Jubel bei den Braunschweiger Fans im Braunschweiger Eintracht Stadion.

Leipzig (dpa) – Im spannendsten Finale in der Geschichte der Fußball-Regionalliga haben sich unter acht Aufstiegsanwärtern Eintracht Braunschweig, der SC Paderborn, Kickers Offenbach und die Sportfreunde Siegen durchgesetzt.

Alle vier Vereine spielen in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga. Braunschweig holte sich mit dem 3:2-Sieg gegen Arminia Bielefelds Amateure den Staffelsieg im Norden. Die Offenbacher feierten im Süden mit dem 1:0-Erfolg gegen die Amateure des FSV Mainz 05 die Meisterschaft.

Erstmals besaßen in beiden Staffeln am letzten Spieltag jeweils noch vier Teams eine Aufstiegschance. Da im Norden das Spitzenduo gewann, nutzten dem VfB Lübeck (1:0 beim Chemnitzer FC) und dem VfL Osnabrück (1:0 bei Holstein Kiel) ihre Siege nichts. Im Süden patzte dagegen der FC Augsburg (1:2 gegen Jahn Regensburg) und fiel von Platz zwei auf Rang vier zurück. Da Siegen mit 3:2 beim SV Darmstadt 98 gewann, half dem SV Wehen auch der 3:1-Erfolg gegen den FC Nöttingen nicht, um den Sprung in den Profi-Fußball zu schaffen.

«Die Mannschaft hat eine ganz überlegene Saison gespielt und ist verdient aufgestiegen. Ich bin sehr stolz, dass wir in so kurzer Zeit Offenbach dahin gebracht haben, wo es hingehört», sagte Trainer Hans- Jürgen Boysen, der den Verein nach 1999 zum zweiten Mal in die 2. Bundesliga führte.

Braunschweigs Coach Michael Krüger fühlte nur noch «totale Leere und unendlichen Stolz». Neben dem Staffelsieg kann Braunschweig auch den erfolgreichsten Torschützen vorweisen: Ahmet Kuru traf 24 Mal. Ein bitterer Beigeschmack blieb allerdings: Eine Gruppe von 50 Hooligans rottete sich nach dem Aufstieg in der Innenstadt zusammen und griff die Polizei an.

Paderborns Fußball-Lehrer Pawel Dotschew, dessen Vertrag bei den Ostwestfalen nicht verlängert wurde, konnte die Freudentränen nach dem 4:0-Sieg bei den Amateuren des VfL Wolfsburg nicht unterdrücken. «Ich bin glücklich, aber sehr müde», meinte Dotschew. Sein Amt übernimmt in der neuen Saison der Niederländer Jos Luhukay.

Auf die Dienste ihres besten Angreifers können die Siegener in der 2. Bundesliga nicht mehr bauen. Patrick Helmes, mit 21 Treffern Torschützenkönig der Süd-Gruppe, wechselt zum Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Köln. «Ich finde es wunderschön, mit dem Aufstieg zu gehen», betonte Helmes. Zudem verlässt Trainer Ralf Loose die Siegener. Er trainiert ab der kommenden Saison den FC St. Gallen in der Schweiz. «Der größte Erfolg der Vereinsgeschichte ist für mich ein ganz toller Abschied», sagte Loose.

13 Trainer (acht im Norden und fünf im Süden) mussten während der Saison ihren Hut nehmen. Insgesamt 2 255 784 Zuschauer (1 549 343 im Norden, 706 441 im Süden) sahen die Spiele in beiden Staffeln. Das sind 3 443 Zuschauer pro Partie. Zuschauerkrösus war der FC St. Pauli. Durchschnittlich kamen 16 125 Besucher ans Millerntor.

Schreibe einen Kommentar