Aufstiegsduell zwischen Frankfurt und 1860

Aufstiegsduell zwischen Frankfurt und 1860
Aufstiegsduell zwischen Frankfurt und 1860
Der Fürther Thomas Kleine (l) wird von Michal Kolomaznik beim Kopfball gestört.

München (dpa) – Eintracht Frankfurt hat im Aufstiegs-Finale der 2. Fußball-Bundesliga die Nerven behalten, aber auch der TSV 1860 München wahrte seine Chance auf die Rückkehr in die erste Liga.

Am 33. und vorletzten Spieltag verteidigte die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel dank des Hattricks von Alexander Meier mit dem 3:0 bei Energie Cottbus und 58 Punkten den dritten Platz vor den «Löwen» (57), die mit dem 3:2 im bayerischen Krimi die Aufstiegsträume der SpVgg Greuther Fürth (53) endgültig zerstörte. Auch Alemannia Aachen (54) ist trotz des 3:2 bei Wacker Burghausen chancenlos.

Im Fernduell mit Frankfurt braucht 1860, das am letzten Spieltag LR Ahlen empfängt, Schützenhilfe von Burghausen, das in Frankfurt antreten muss. Der 1. FC Köln, der dank Marius Ebbers (61.) mit 1:0 bei Absteiger Rot-Weiß Erfurt gewann und wieder die Tabellenführung übernahm, und der MSV Duisburg (1:4 gegen Karlsruhe) stehen bereits als Aufsteiger fest.

Im Rennen um den Klassenverbleib steht Rot-Weiß Essen als dritter Absteiger fest. Der Neuling verlor das Kellerduell in Ahlen mit 1:3 und folgt Rot-Weiß Oberhausen (2:0 in Unterhaching) und Erfurt (0:1 gegen Köln) in die Regionalliga. Der vierte Absteiger wird zwischen Ahlen (36 Punkte), Eintracht Trier (38), das zu Hause gegen Dynamo Dresden mit 2:4 verlor, sowie Cottbus und dem 1. FC Saarbrücken (beide 39) ermittelt. Die Saarländer unterlagen beim FC Erzgebirge Aue mit 0:2. In Cottbus erklärte Vereins-Präsident Dieter Krein nach der Pleite gegen Frankfurt seinen Rücktritt. Sein Nachfolger wird der Unternehmer Michael Stein.

Vorzeitig gerettet ist der Karlsruher SC, der durch die Treffer von Sebastian Freis, Holger Wehlage (Eigentor), Sean Dundee und Danny Schwarz in Duisburg gewann. Vor 25 000 Zuschauern spielte der Aufsteiger 74 Minuten in Unterzahl, nachdem Alexander Meyer (16.) wegen einer Notbremse gegen Dundee die Rote Karte erhielt.

Die 18 000 Zuschauern im Stadion der Freundschaft in Cottbus erlebten eine Frankfurter Eintracht, die mit einer hochkonzentrierten Leistung keine Zweifel an ihren Aufstiegs-Ambitionen aufkommen ließ. Mit seinem ersten «Dreierpack» (14./64./66.) machte der vom Hamburger SV ausgeliehene Meyer Frankfurts dritten Auswärtssieg in Serie perfekt.

Fürth erwischte vor 15 000 Zuschauern im ausverkauften Playmobilstadion einen Traumstart, als Petr Ruman nach nur hundert Sekunden die Gastgeber in Führung schoss. Doch die Sechziger schlugen durch Patrick Milchraum (16.) zurück und gingen mit dem 15. Saisontreffer von Michal Kolomaznik (50.) in Führung. In der dramatischen Schlussphase hatten die «Löwen» das bessere Ende. Ruman (78.) gelang zunächst der Fürther Ausgleich, doch im Gegenzug machte Paul Agostino (79.) den Sieg der in der Rückrunde noch ungeschlagenen Münchner perfekt.

Spannung pur auch im Abstiegsderby in Ahlen, wo Stanko Svitlica als dreifacher Torschütze die Hoffnung der Westfalen auf den Klassenverbleib aufrecht erhielt. Erwin Koen hatte Essen in Führung gebracht. RWE beendete die Partie nur mit neun Spielern, nachdem Gledson (49.) und Koen (65.) mit Rot und Gelb-Rot vorzeitig gehen mussten.

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