Absteiger wollen wieder in die Bundesliga

Absteiger wollen wieder in die Bundesliga
Absteiger wollen wieder in die Bundesliga
Kölns Coach Huub Stevens stellt beim Training Hütchen auf.

München (dpa) – In Bescheidenheit übt sich niemand. Ob in Frankfurt, Köln oder München – nur eine Saison will das Trio in der 2. Fußball-Bundesliga verbringen, um dann wieder zurückzukehren ins Oberhaus.

Dem TSV 1860 München, dem 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt ist es gelungen, leistungsstarke Mannschaften zu formen. Deshalb ist die Zielsetzung für die kommende Saison identisch: Wiederaufstieg. Der bittere Gang in die 2. Liga soll rasch vergessen gemacht werden.

Alle drei Absteiger starten mit neuen Trainern in die Spielzeit. Der Profilierteste in dieser Riege ist Huub Stevens, der 1997 mit dem FC Schalke 04 den UEFA-Pokal gewann. Sein Team müsse «kämpfen, arbeiten und ackern», betonte der Niederländer, um die sofortige Rückkehr zu schaffen. Dabei helfen soll die «unheimlich große Euphorie» in der Domstadt, die Stevens bereits bei seinem Amtsantritt vor rund eineinhalb Monaten beeindruckt hatte.

Mit einer Mischung aus erfahrenen Spielern und hoffnungsvollen Talenten, allen voran Jung-Nationalspieler Lukas Podolski, will Stevens die von vielen favorisierte Mannschaft zurück in die 1. Liga führen. Doch bei aller Begeisterung im Umfeld des Traditionsvereins warnt der Niederländer vor allzu großer Zuversicht: «Wir gehen einer ganz schwierigen Saison entgegen. Wir sind Favorit. Aber viele Favoriten sind schon runtergefallen.»

Nach etlichen Negativschlagzeilen in der vergangenen Saison scheint beim TSV 1860 München wieder Ruhe eingekehrt zu sein: Das Team kann zur Freude seiner Fans einen großen Teil seiner Ligaspiele in der traditionsreichen Spielstätte an der Grünwalder Straße austragen. Die Führungsetage hat sich neu sortiert, und Trainer Rudi Bommer bastelte erfolgreich an einer neuen Mannschaft. Als «ausgewogen, ausgeglichen und konkurrenzfähig» bezeichnete der ehemalige Bundesliga-Profi seinen Kader.

Am wichtigsten sei es nun, aus den zahlreichen Neuverpflichtungen und den verbliebenen Spielern eine Mannschaft zu formen, erklärte Bommer: «Dieses Team muss sich schnell einspielen.» So könne der TSV 1860 auch die aus finanziellen Gründen notwendigen Verkäufe der beiden Nachwuchshoffnungen Benjamin Lauth und Andreas Görlitz verkraften.

Erfahrungen im Aufstiegskampf der 2. Liga hat Friedhelm Funkel ausreichend gesammelt: Insgesamt vier Mal war er mit dem KFC Uerdingen, dem MSV Duisburg und mit dem 1. FC Köln aufgestiegen. Der fünfte Aufstieg könnte ihm nun mit Eintracht Frankfurt gelingen. «Die Eintracht gehört einfach in die Bundesliga. Der Aufstieg muss unser Anspruch sein», betonte der 50-Jährige, der nicht zuletzt wegen des knappen Budgets der Hessen nur einen Einjahresvertrag erhielt. Doch dieses eine Jahr will er nutzen: «Wir werden versuchen, von Beginn an oben mitzuspielen», verkündete er die Marschroute.

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