1860 marschiert – Cottbus siegt ohne Coach

1860 marschiert – Cottbus siegt ohne Coach
1860 marschiert - Cottbus siegt ohne Coach
Petrick Sander gestikuliert im Januar am Spielfeldrand.

München (dpa) – Der TSV 1860 München hat Favoritenschreck Dynamo Dresden eine Lektion erteilt und im Aufstiegsrennen einen großen Schritt nach vorne gemacht.

Am 28. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga kehrten die in der Rückrunde noch ungeschlagenen «Löwen» mit dem 4:0 in Sachsen als Tabellendritter und 48 Punkten auf einen Aufstiegsplatz zurück. Im Kampf um den Klassenverbleib ist Energie Cottbus (34 Punkte) durch das 2:1 gegen Eintracht Trier dem rettenden Ufer näher gekommen. Auch Rot-Weiß Essen (31) machte Boden gut und ließ mit dem torlosen Remis im Aufsteiger-Duell mit dem 1. FC Saarbrücken die Abstiegsränge vorerst hinter sich.

Der TSV 1860 hatte im Rudolf-Harbig-Stadion in Dresden, wo mit Köln, Frankfurt, Aachen und Fürth sämtliche Spitzenteams Punkte ließen, leichtes Spiel. Beim sechsten Saison-Auswärtssieg profitierte das Team von Trainer Reiner Maurer von den eklatanten Abwehrfehlern der Gastgeber, die nach vier Heimsiegen in Serie die erste Niederlage kassierten. Mit Unterstützung der Dresdner gingen die Sechziger früh in Führung. Nach dem 1:0 durch einen Eigentor von Mariusz Kukielka (7.) unterlief Dynamo-Torwart Ignjac Kresic ein folgenschwerer Patzer, als ihm ein harmloser Schuss von Rodrigo Costa (14.) durch die Hände rutschte. Marco Gebhardt (28.) und Michal Kolomaznik (73.) erzielten die restlichen Münchner Tore.

Mit Co-Trainer Thomas Hoßmang als Vertreter von Chefcoach Petrik Sander, der am vorigen Freitag in Aue von einem Knallkörper verletzt wurde und noch einige Tage im Krankenhaus verbringen muss, kehrte Energie Cottbus nach drei Partien ohne Sieg auf Erfolgskurs zurück und blieb im fünften Heimspiel hintereinander ohne Niederlage. Adrian Iordache (7.) und Zoltan Szelesi (52.) erzielten die Tore für die Sachsen. Marijo Maric (85.) traf für die Trierer, für die nach vier Pleiten in Serie die Lage immer bedrohlicher wird.

Sicherheitsfußball bestimmte im Saarbrücker Ludwigspark fast eine Stunde lang das Aufsteiger-Duell, ehe der FCS das Tempo erhöhte und Essen zunehmend unter Druck setzte. Im Abschluss fehlte den Saarländern allerdings die Durchschlagskraft, um René Renno im Tor der seit vier Begegnungen ungeschlagenen, aber auswärts weiterhin sieglosen Rot-Weißen ernsthaft in Gefahr zu bringen. Für Saarbrücken war es der erste Punktgewinn nach zuletzt sieben Niederlagen.

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