1860 auf Aufstiegsplatz – Köln patzt gegen Essen

1860 auf Aufstiegsplatz – Köln patzt gegen Essen
1860 auf Aufstiegsplatz - Köln patzt gegen Essen
Der Essener Francis Kioyo (2.v.r.) stürmt mit dem Ball.

München (dpa) – Der TSV 1860 München hat den Sieg-Rekord verfehlt, steht aber erstmals in dieser Saison auf einem Aufstiegsplatz.

Am 26. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga mussten sich die in diesem Jahr noch unbesiegten «Löwen» mit einem 1:1 am Sonntag beim Karlsruher SC begnügen, setzten sich aber trotz des ersten Punktverlustes nach fünf Siegen in Serie mit 44 Punkten auf den dritten Tabellenplatz hinter den 1. FC Köln (51), der gegen Rot-Weiß Essen nicht über eine enttäuschende Nullnummer hinaus kam, und Spitzenreiter MSV Duisburg (52). Im Verfolger-Duell ist die SpVgg Fürth bei der Eintracht in Frankfurt zu Gast, wo Trainer Friedhelm Funkel seinen Vertrag um ein Jahr verlängerte.

Im Kölner RheinEnergie-Stadion quittierten die rund 46 500 den Ausrutscher des Aufstiegs-Favoriten mit einem Pfeifkonzert. Erst nach der Halbzeitpause nahmen die «Geißböcke» Essens Tor unter Dauerbeschuss, hatten aber kein Glück im Abschluss. «Wir haben nur in der zweiten Halbzeit Leidenschaft gezeigt, aber ein Spiel dauert neunzig Minuten», kritisierte FC-Trainer Huub Stevens. Essen spielte nach 38 Minuten in Unterzahl, nachdem der Schwede Markus Karlsson wegen einer Tätlichkeit vom Platz gestellt wurde.

Ohne den gesperrten Spielmacher Matthias Lehmann fehlte den Münchner «Löwen» im Abschluss der letzte Biss, um die «schwarze Serie» im Karlsruher Wildparkstadion zu beenden, wo der TSV 1860 am 11. November 1967 seinen letzten Sieg feierte. Nach der KSC-Führung durch Iwan Saenko (74.) rettete Paul Agostino (88.) die Münchner vor der ersten Rückrundenniederlage, doch zur Saison-Bestmarke von sechs Siegen in Serie reichte es nicht mehr. «Das war ein glücklicher Punkt für uns. Wir hatten zu viel Respekt vor dem Gegner und haben zu verhalten gespielt», meinte 1860-Coach Reiner Mauer.

Der MSV Duisburg reagierte gelassen auf das Ende der Serie von drei Siegen hintereinander. «Wir müssen damit mal leben können. Aber Riesen-Respekt, was meine Mannschaft in der zweiten Halbzeit für ein Powerplay aufgezogen hat», sagte MSV-Trainer Norbert Meier nach dem 1:1 am Freitag gegen den FC Erzgebirge Aue.

Der 1. FC Saarbrücken ist nach dem 1:2 gegen Alemannia Aachen durch die Tore von Jens Scharping (33.) und Emil Noll (74.) der Abstiegszone nahe gekommen. Nach sechs Niederlagen in Serie wackelt offenbar der Stuhl von Trainer Horst Ehrmanntraut. Gerüchten zu Folge steht mit Michael Henke, dem früheren Assistenten von Ottmar Hitzfeld beim FC Bayern München, schon ein Nachfolger bereit.

Dynamo Dresden machte im Kampf um den Klassenverbleib mit dem 3:0 gegen Schlusslicht Rot-Weiß Oberhausen wertvollen Boden gut. Durch die Tore von Klemen Lavric (22.) und Joshua Kennedy (40./57.) gelang den Sachsen der vierte Sieg in Serie. Das fast aussichtslos abgeschlagene RWO verlor neben drei Punkten auch Hugo Costa (55.) und Stijn Haeldermans wegen Platzverweises.

Auch Energie Cottbus kann für die 2. Liga planen, obwohl es gegen die stark gefährdete SpVgg Unterhaching nur zu einem torlosen Unentschieden reichte. Rot-Weiß Erfurt landete bereits mit dem 3:0 über Eintracht Trier den höchsten Saisonsieg, blieb aber ebenso auf einem Abstiegsplatz wie LR Ahlen, das in Burghausen durch den Treffer von Wacker-«Joker» Ronald Schmidt drei Minuten vor Spielende mit 0:1 verlor.

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