Watzke verteidigt Reisen nach China: «Musst dich da zeigen»

Watzke verteidigt Reisen nach China: «Musst dich da zeigen»
Bildhinweis: Verteidigt Reisen von Borussia Dortmund zu Spielen bei autoritären Regimen: Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Foto: picture alliance / dpa

Düsseldorf (dpa) – Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke verteidigt Fußballspiele auch seines Clubs in autoritären Staaten.

«Wenn wir nur noch dorthin gehen, wo lupenreine Demokratien zu 100 Prozent die Menschenrechte achten, wird es eng», sagte der BVB-Chef beim Kongress Spobis in Düsseldorf. «In Europa wird es eng, und auf anderen Kontinenten dürften wir gar nicht mehr auftreten.»

Watzke sagte über die Reisen seins Vereins nach China: «Wenn du nach China gehst, wirst du nicht reich. Wir wollen nur nicht mit Verlust rausgehen. Wir wollen unsere Community vergrößern und uns den Leuten zeigen. Wenn du ein großer Club sein willst, muss du dich da zeigen.» Er wies auch auf das gesellschaftliche Engagement seines Vereins und seine Reisen nach Yad Vashem und Auschwitz hin. Er wehrte sich dagegen, nur auf Profit auszusein. «Wir rennen nicht den ganzen Tag mit dem Klingelbeutel herum und gucken, wer uns da noch etwas reinschmeißen kann.»

Zur Vergabe von Großereignissen zu Beispiel an Russland oder Katar sagte er: «Wer ist in der Lage, die ganze Logistik für eine WM zu stemmen? Das können Diktaturen besser.» Er betonte allerdings: «Trotzdem musste man nicht unbedingt auf die Idee kommen, die WM in Katar auszureichen.»

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