Wieder Gesänge und Zaun-Party bei Union Berlin

Wieder Gesänge und Zaun-Party bei Union Berlin
Bildhinweis: Wünscht sich «für den Start der neuen Saison klare und verständliche Regeln»: Dirk Zingler, Präsident vom FC Union Berlin. Foto: Andreas Gora/dpa

Berlin (dpa) – Auch nach dem letzten Bundesliga-Geisterspiel der Saison im Stadion An der Alten Försterei haben die Profis von Union Berlin gemeinsam mit ihren Fans den Klassenerhalt gefeiert.

Getrennt durch einen Zaun – und damit wohl im vorgeschriebenen Corona-Abstand – bejubelten mehr als 100 Anhänger das Fußball-Team um Torwart Rafal Gikiewicz nach dem 3:0-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf.

Schon während des ganzen Spiels waren deutlich Gesänge von Fans des Gastgebers zu hören. Auch bei den Heimspielen zuvor hatten einige Dutzend Berliner Anhänger im Wald außerhalb des Stadions das Team aus der Ferne lautstark unterstützt. «Ich wünsche mir für den Start der neuen Saison klare und verständliche Regeln für die Wiederzulassung von Menschen zu Großveranstaltungen ohne Abstandsregeln», erklärte Union-Präsident Dirk Zingler im Stadionheft zur Partie am Samstag.

Die Feierlichkeiten nach dem Heimsieg gegen den SC Paderborn und dem damit feststehenden Klassenerhalt der Eisernen hatten zu Geldstrafen durch die Deutsche Fußball Liga als Konsequenz auf Verstöße gegen das Hygiene- und Sicherheitskonzept der DFL geführt. Damals feierten zumindest zwei Spieler in direktem Kontakt mit den Anhängern an der Stadion-Einfahrt. Trotz der Corona-Regeln waren auch Anhänger von Fortuna Düsseldorf am Tag des Saisonabschlusses in Berlin unterwegs, wie ein Video von Union-Fans in den sozialen Netzwerken zeigte.

«Wir spielen Fußball für Menschen, und zwar in erster Linie für Menschen im Stadion. Von dieser Grundhaltung bringt uns kein Ausnahmezustand ab, darauf arbeiten wir mit aller Kraft hin», sagte Zingler. Und es müsse klar sein: Würde man auf längere Zeit auf diese Abstandsregel bestehen, würden die Erlebnisse bei Fußballspielen oder auch Konzerten nachhaltig beschädigt. «Bitte nicht falsch verstehen! Ich möchte durch Fußballspiele in vollen Stadien Menschen keinen gesundheitlichen Gefahren aussetzen», schrieb Zingler. Aber er möchte Entscheidungen «als verhältnismäßig empfinden können».

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