Starker Diaby führt Bayer zum 2:0-Sieg gegen Augsburg

Starker Diaby führt Bayer zum 2:0-Sieg gegen Augsburg
Bildhinweis: Leverkusens Moussa Diaby (l) wird nach seinem Treffer zum 1:0 von Teamkollege Jonathan Tah (2.v.l.) gedrückt. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Leverkusen (dpa) – Kai Havertz richtete den Blick schnell nach vorn. «Jetzt dürfen wir uns nicht lange auf die Schulter klopfen. Das war ein Pflichtsieg und das muss unser Anspruch sein», befand der Nationalspieler von Bayer Leverkusen nach dem 2:0 (1:0)-Erfolg gegen den FC Augsburg.

Mit dem anstehenden Programm mit dem Rückspiel beim FC Porto und dem Bundesligaspiel in Leipzig stehen für den Tabellenfünften andere Prüfungen an. Das Achtelfinale in der Europa League ist das erklärte Ziel. «Ich bin zuversichtlich, dass wir da weiterkommen», meinte Havertz, der eine gute Partie zeigte und Pech mit einem Lattenschuss hatte.

Nicht helfen kann dabei Kevin Volland. Der Stürmer hat eine schwere Verletzung am Sprunggelenk erlitten. «Er wird am Montag nach München fahren und dort untersucht. Er wird wohl lange ausfallen», meinte Trainer Peter Bosz. Der Coach schloss auch nicht aus, dass Bayers bester Stürmer in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommt. «Das ist eine Möglichkeit», sagte Bosz.

Die Augsburger waren für die ambitionierten Leverkusener kein echter Prüfstein. «Das war gut für das Selbstvertrauen. Aber mehr als zwei Tore und drei Punkte geht eben auch nicht», sagte Sven Bender nach dem souveränen Erfolg vor 23.307 Zuschauern durch die Treffer von Moussa Diaby (25. Minute) und Nadiem Amiri (59.). Der 23-Jährige erzielte dabei seinen ersten Bundesligatreffer für Bayer und war dementsprechend erleichtert. «Das hat man ja beim Jubel gesehen. Zuhause bin ich schon gefragt worden, ob ich überhaupt noch Tore schießen kann», sagte Amiri.

Nach Punkten hat die Bayer-Elf schon mit dem Tabellenvierten Borussia Mönchengladbach gleichgezogen, doch die Gladbacher haben noch ein Nachholspiel in der Hinterhand. In den nächsten drei Spielen in Porto, in Leipzig und im DFB-Pokal gegen Union Berlin kann Leverkusen die Weichen für eine erfolgreiche Saison stellen. Bosz verlangt dafür höchste Konzentration. Dass sein Team das 3:0 nicht nachgelegt hat, ärgerte den Bayer-Coach. «Wenn wir noch ein Gegentor bekommen hätten, wäre es noch einmal gefährlich geworden», sagte Bosz.

Doch die Klasse, Bayer noch einmal gefährlich zu werden, fehlte den Gästen. Nach Meinung von Daniel Baier hat allein ein Spieler wie Havertz den Unterschied gemacht. «Er ist schwer unter Kontrolle zu bekommen. Da sieht man, warum er so gehypt wird», meinte der Augsburger Kapitän. Für sein Team gehe es darum, die Position zu halten. «Wir sind noch lange nicht aus dem Abstiegskampf raus. Es fehlen noch einige Punkte und wir wissen, dass jetzt schwere Wochen kommen», sagte der Mittelfeldspieler. «Die Situation ist nicht besorgniserregend, aber uns fehlen im Moment die Erfolgserlebnisse», sagte FCA-Coach Martin Schmidt.

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