Roth: «Club» muss sich im Liga-Mittelfeld etablieren

Roth: «Club» muss sich im Liga-Mittelfeld etablieren
Roth: «Club» muss sich im Liga-Mittelfeld etablieren
Michael Roth nach einer Vorstandssitzung im April 2003.

Nürnberg (dpa) – Fußball-Bundesligist 1. FC Nürnberg peilt auch mit Blick auf eine finanzielle Gesundung in den nächsten Jahren einen sicheren Platz im Mittelfeld der deutschen Eliteliga an.

«Mit Mäzenatentum allein kann der Verein auf lange Zeit nicht überleben», sagte «Club»-Präsident Michael A. Roth bei der Vorlage der Bilanz in Nürnberg. Der Aufsteiger müsse sich in den nächsten Jahren im Mittelfeld der Bundesliga etablieren und «vielleicht an dem ein oder anderen Wettbewerb schnuppern. Das ist unser Ziel.»

Die Verbindlichkeiten des Traditionsclubs konnten in der Aufstiegssaison 2003/04 von 9,5 Millionen Euro im Vorjahr auf 8,8 Millionen Euro gesenkt werden, berichtete der Verein. Besonders drastisch war der Abbau von Bankschulden: Diese konnten in der Zweitliga-Saison von 3,9 Millionen Euro auf 2,5 Millionen Euro abgebaut werden. Allerdings musste der «Club» in der vergangenen Zweitliga-Saison auch geringere Zuschauereinnahmen und TV-Erträge hinnehmen.

«Dieses Rauf und Runter der letzten Jahre hat den Verein unglaublich viel Geld gekostet», beschrieb Präsident Roth die Auswirkungen der «Fahrstuhl-Mannschaft» zwischen 1. und 2. Fußball-Bundesliga. Das Ziel Klassenverbleib müsse in dieser Saison mit der aktuellen Mannschaft erreicht werden. «An eine Nachbesserung in der Winterpause ist nicht gedacht», betonte Roth. «In unser Planung ist null Luft.»

Der Verein ist auch weiter stark von seinem Präsidenten abhängig. «Ohne Herrn Roth geht im Moment noch gar nichts», beschrieb der scheidende Kassenwart Bernhard Kemper die Lage.

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