Nagelsmann fordert Scharfsinn in Vorbild-Debatte

Nagelsmann fordert Scharfsinn in Vorbild-Debatte
Bildhinweis: Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann regt sich während des Spiels gegen Gladbach am Spielfeldrand auf. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Leipzig (dpa) – In der Diskussion um die verschärfte Regelauslegung gegen Meckerer fordert Julian Nagelsmann mehr gesunden Menschenverstand.

«Man muss unterscheiden zwischen Unsportlichkeiten wie Schwalben oder Zeitspiel und nervigen Situationen», sagte der 32 Jahre alte Trainer von Fußball-Bundesligist RB Leipzig.

«Es gibt einen Unterschied zwischen Emotionen und Unfairness. Emotionen machen Sport groß und das soll auch so bleiben. Man muss gut miteinander sprechen und dabei ist es ein Schlüssel, Fehler zuzugeben.» Man kenne das von zu Hause, meinte Nagelsmann: «Ab und zu muss man mal Ja sagen, dann ist Ruhe.»

Die Debatte um das Vorbildverhalten von Fußballprofis hatte am Wochenende nach der Gelb-Roten Karte gegen Alassane Plea im Spiel zwischen Leipzig und Borussia Mönchengladbach erneut Fahrt aufgenommen. Plea hatte nach einer Gelben Karte wegen Meckerns weiter gestikuliert und dafür einen Platzverweis von Schiedsrichter Tobias Stieler erhalten.

«Pleas Beklagen fand ich nicht grob unsportlich und auch kein Indiz dafür, dass deshalb in irgendeiner Amateurliga einer dem Schiedsrichter eine reindonnert», sagte Nagelsmann.

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