Magath: «Ich bleibe bei meiner Linie» – Hoffen auf Ballack

Magath: «Ich bleibe bei meiner Linie» – Hoffen auf Ballack
Magath: «Ich bleibe bei meiner Linie» - Hoffen auf Ballack
Felix Magath beantwortet bei einer Pressekonferenz in Chicago Fragen.

München (dpa) – Felix Magath will seinen harten Kurs beim FC Bayern München fortsetzen. «Ich werde meine Arbeit voll durchziehen».

«Ich habe den Spielern gesagt, auch wenn ich nicht weiß, ob das alle richtig verstanden haben, dass ich bei meiner Linie bleibe. Ich kann gar nicht anders, ich habe immer so gearbeitet», sagte der Trainer des deutschen Fußball-Rekordmeisters in einem Interview mit der Münchner «Abendzeitung».

Dass seine Arbeit bei den Spielern zum Teil auf Ablehnung stößt, weiß Magath. «Das Problem liegt darin, dass etliche Spieler mit einer anderen Arbeitweise vorher sehr erfolgreich waren: Deutscher Meister, sogar Champions-League-Sieger. Ich verstehe, dass ein Fußballer sich da fragt: Wozu etwas ändern? Und jetzt sollen sie einem Trainer folgen, der mit seiner Arbeitsweise bisher keine Titel erreicht hat. Mir fehlen die Titel, die die Spieler hier schon erreicht haben. Vielleicht hat der eine oder andere Spieler damit ein Argument für sich, seine Spielweise nicht verändern zu wollen», erklärte Magath.

Nachvollziehen kann der neue Bayern-Trainer diese Einstellung allerdings nicht. «Man darf nicht vergessen, dass das letzte Jahr mit dieser Spielweise eben doch nicht so erfolgreich war, international waren es sogar zwei Jahre», meinte Magath. Er erneuerte in dem Interview die Kritik an seinem Team. «Die Mannschaft ist, wohl ursächlich durch eine schwächere letzte Saison, noch nicht so stabil. Sie steckt den Druck im Moment noch nicht so weg, wie es sein müsste», erklärte der Coach. «Wir haben Probleme im Zweikampfverhalten, in der Defensive. Da muss ich korrigieren. Es muss mehr Einsatz kommen.»

Im Bundesliga-Heimspiel gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld kann Magath vermutlich doch auf Michael Ballack zurückgreifen. Der Nationalspieler bekam nach einer Behandlung seiner Angina von Vereinsarzt Hans-Wilhelm-Müller- Wohlfahrt grünes Licht für eine Teilnahme am Abschlusstraining. «Es sieht gut aus, dass er spielen kann», teilte Müller-Wohlfahrt mit. Die Entscheidung über einen Ballack-Einsatz werde am Spieltag fallen.

Mindestens sechs Wochen müssen die Bayern dagegen auf die Dienste von Roque Santa Cruz verzichten. Der Nationalstürmer aus Paraguay hatte sich am vergangenen Sonntag im WM-Qualifikationsspiel gegen Venezuela (1:0) am rechten Knie verletzt. Bei einer eingehenden Untersuchung in Augsburg wurde eine Schädigung des Meniskus festgestellt, die eine Operation nötig gemacht habe, wie der FC Bayern mitteilte.

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