Köln-Coach Gisdol will «Sack zu machen» – Fischer warnt

Köln-Coach Gisdol will «Sack zu machen» – Fischer warnt
Bildhinweis: Will mit Köln einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen: FC-Coach Markus Gisdol. Foto: Michael Dalder/Reuters-Pool/dpa

Köln (dpa) – Trainer Markus Gisdol vom 1. FC Köln rechnet damit, dass seinem Club ein Sieg zum Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga reicht.

Dann werde «nicht mehr viel passieren», sagte der 50-Jährige vor dem Heimspiel gegen Union Berlin am Samstag (15.30 Uhr/Sky). Bei noch vier ausstehenden Spielen hat der FC 35 Punkte auf dem Konto – sieben mehr als Fortuna Düsseldorf auf dem Relegationsplatz. «Ich spüre, dass die Mannschaft den Sack zu machen möchte. Wir möchten Klarheit haben in allen Bereichen», sagte Gisdol.

Zwar gehe es auch für Union noch um viel, die Berliner belegen mit 32 Punkten Platz 14. «Aber wir wissen um unsere Chance in dem Spiel. Deswegen ist es sehr wichtig, dass wir uns auf unseren Job konzentrieren und uns nicht ablenken lassen vom Gegner, sondern unsere Spielweise zu 100 Prozent durchsetzen. Dann werden wir das Spiel gewinnen», meinte der FC-Coach.

Bis auf Marcel Risse und Simon Terodde hat Gisdol alle Mann an Bord und somit auch die Qual der Wahl, da Sebastiaan Bornauw und Dominick Drexler wieder in die Startelf drängen.

Große Feierlichkeiten sind im Falle des vorzeitigen Klassenverbleibs noch nicht geplant. «Aber wir Kölner sind kreativ genug, spontan etwas zu planen», sagte Sportchef Horst Heldt. «Ein kleines Kölsch werden wir dann schon genießen», verriet Gisdol.

Indes warnt Union-Trainer Urs Fischer warnt vor zu viel Rechnerei. «Für uns zählt Köln. Das ist das nächste Spiel. Auf das fokussieren wir uns. Das steht an», sagte der Union-Coach. «Wir versuchen, wieder eine gute Leistung auf den Platz zu bekommen, um dann zu punkten. Und dann steht Paderborn an, aber zuerst Köln.»

Drei Tage später empfängt Union dann Tabellenschlusslicht und Mitaufsteiger SC Paderborn zum möglicherweise vorentscheidenden Spiel für den eigenen Klassenverbleib. «Wir wissen, dass 32 Punkte nicht genügen werden. Den Fokus haben wir. Dafür braucht es Punkte, nächste Gelegenheit ist in Köln. Dafür werden wir alles aufwenden», sagte Fischer. Als Tabellen-14. haben die Berliner derzeit vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang 16. Mit einem Sieg könnte man nach Punkten zum FC aufschließen.

Weiterhin fraglich ist das Mitwirken von Linksverteidiger Christopher Lenz, der unverändert angeschlagen ist. Mögliche Alternative wäre wie beim 1:1 gegen Schalke 04 der eigentlich offensiver ausgerichtete Marius Bülter. Sicher fehlen werden der gelb-gesperrte Robert Andrich und der am Knie verletzte Julian Ryerson. Auf dem Weg der Besserung befinden sich laut Fischer die zuletzt lange fehlenden Sheraldo Becker und Akaki Gogia.

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