Ex-Schiri: «Emotion als Entschuldigung für Unsportlichkeit»

Ex-Schiri: «Emotion als Entschuldigung für Unsportlichkeit»
Bildhinweis: Beklagt den Sittenverfall im Fußball: Der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Lutz Wagner. Foto: picture alliance / dpa

Berlin (dpa) – Der ehemalige Bundesligaschiedsrichter Lutz Wagner (56) hat den Sittenverfall im Fußball beklagt.

«Es wird zurzeit so ziemlich alles als Emotion gerechtfertigt. Man nimmt die Emotion als Entschuldigung für eine Unsportlichkeit. Das kann es nicht sein», sagte Wagner der «Passauer Neuen Presse». «Dieses ewige Lamentieren will ja auch der Fan nicht sehen», sagte der 197-malige Bundesliga-Schiedsrichter.

In Sachen Videobeweis kündigte Wagner, der auch als Beobachter der Bundesliga-Schiedsrichter tätig ist, an, dass überprüfte Szenen künftig auch auf Stadionbildschirmen zu sehen sein sollen: «Das ist technisch in vielen Stadien aber nicht möglich. Da braucht man einheitliche Standards. Denn wieso soll der Zuschauer im Stadion nicht das sehen dürfen, was der Zuschauer im Fernsehen sieht?»

Die Schiedsrichter hatten sich für die Rückrunde vorgenommen, härter gegen meckernde und massiv reklamierende Spieler und Trainer vorzugehen. Auch als Folge daraus hatte der Mönchengladbacher Alassane Pléa beim 2:2 bei RB Leipzig eine umstrittene Gelb-Rote Karte gesehen.

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