Die Notizen des 8. Bundesliga-Spieltags

Die Notizen des 8. Bundesliga-Spieltags
Die Notizen des 8. Bundesliga-Spieltags
Kevin Kuranyi (r) freut sich mit Cacau (l) über dessen Siegtreffer.

FAN-OLDIE: Der 102 Jahre alte Hertha-Fan Gerhard Kücken war Gast der Berliner beim Spiel gegen Bayer Leverkusen (3:1). Als ältester noch lebender Hertha-Anhänger hatte er vor mehr als 70 Jahren den Gewinn der beiden deutschen Meisterschaften 1930 und 1931 schon im Stadion erlebt.

SOLIDARITÄT: Die Profis des VfL Bochum erklärten sich solidarisch mit den vom Stellenabbau im Bochumer Opel-Werk betroffenen Mitarbeitern. «Opel gehört zu Bochum wie der VfL», stand auf einem großen Spruchband, das die Spieler vor Spielbeginn aufs Feld trugen. Ähnliche Bekundungen kamen aus den Reihen der Anhänger. «Bochum ohne Opel ist wie VfL ohne Ball», hieß es auf einem weiteren Spruchband.

HERZ FÜR KINDER: Es ist längst Tradition, dass die Profis bei Bundesliga-Spielen mit Kindern ins Stadion einlaufen. Ungewöhnlich war allerdings, dass die Bayern-Spieler gegen Schalke mit elf Kids den Platz betraten, die ein transplantiertes Organ im Körper tragen. Der FC Bayern warb mit der Aktion für den Verein «Kinderhilfe Organtransplantation e.V.». Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge kündigte für das kommende Jahr im neuen Münchner Fußball-Stadion sogar einen speziellen Aktionstag zu Gunsten der Initiative an.

SCHULD: Erstmals war Felix Magaths Ehefrau Nicola bei einem Bayern-Spiel im Olympiastadion, prompt kassierten die Münchner gegen Schalke die erste Saison-Heimniederlage. «Ich glaube nicht, dass wir deswegen verloren haben», kommentierte Magath. Vielleicht lag es eher daran, dass er auf seinen erfolgreichsten Vorlagengeber verzichtet hatte. Der Brasilianer Zé Roberto saß nicht mal als «Joker» auf der Bank, sondern verfolgte nach der Rückkehr vom Länderspiel-Einsatz in Südamerika das 0:1 von der Tribüne aus. «Er war müde», begründete Magath die Schonung des Linksaußen für Turin.

COMEBACK: Exakt einen Monat nach seiner schweren Blessur im UEFA- Cup-Spiel bei Ujpest Budapest kehrte Kevin Kuranyi gegen Borussia Dortmund als Einwechselspieler ins Team des VfB Stuttgart zurück. Der Nationalstürmer lieferte die Vorarbeit zu Cacaus 2:0 und überzeugte auch sonst. «Ich bin zufrieden», kommentierte Kuranyi seinen knapp halbstündigen Einsatz. Der 22-Jährige hatte am 16. September nach einem rüden Foul einen Einriss des Syndesmosebands und einen Kapselanriss am Sprunggelenk erlitten.

PREMIERE: Im 109. Einsatz hat es bei Nationalspieler Andreas Hinkel endlich geklappt: Der Verteidiger erzielte gegen Borussia Dortmund sein erstes Bundesliga-Tor für den VfB Stuttgart. «Es hat lange gedauert, aber jetzt werden noch einige folgen», versprach Hinkel. Er ist nun zuversichtlich, eine Wette mit Silvio Meißner zu gewinnen. Der Teamkollege hatte gewettet, Hinkel würde keine 10 Tore in seiner Karriere erzielen und hatte ihm dabei sogar großzügig einen Treffer aus der Champions League mit angerechnet.

DEBÜT: Eine gelungene Bundesliga-Premiere feierte Nikolce Noveski im Trikot des FSV Mainz 05. Der Mazedonier rückte beim 2:1 gegen den SV Werder Bremen kurzfristig in die Mannschaft, weil sich Tamas Bodog im Abschlusstraining verletzt hatte. «Er war bärenstark», lobte FSV- Trainer Jürgen Klopp den vor der Saison aus Aue gekommenen Neuling, der Nationalspieler Miroslav Klose abmeldete.

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