Englische Woche: Darüber spricht die Bundesliga

Englische Woche: Darüber spricht die Bundesliga
Bildhinweis: Bayern München kann mit einem Sieg in Bremen die Meisterschaft perfekt machen. Foto: Matthias Balk/dpa

Berlin (dpa) – Die Bundesliga ist auf den Zielgeraden der Saison:

MEISTERKÜR UND MÜLLER-RÜCKKEHR: Bei einem Sieg des FC Bayern am Dienstag (20.30 Uhr) in Bremen wäre die 30. deutsche Meisterschaft des FC Bayern auch rechnerisch perfekt. Gewinnen die Münchner nicht, müssen sie schauen, was Dortmund am Mittwoch macht. Nach ihren Gelb-Sperren kehren Robert Lewandowski und Thomas Müller zurück in die Startelf. Um Müller gab es nach Aussagen über Gehaltsverzicht und Transfers Wirbel. Jetzt will der Top-Vorbereiter der Liga auf dem Rasen Akzente setzen.

ES WAR EINMAL: Früher war das Duell Werder gegen Bayern ein Klassiker. Heute liegen zwischen beiden Clubs Welten. 45 Punkte mehr haben die Münchner in der laufenden Saison geholt als der einstige Rivale. Der letzte Werder-Sieg gegen die Bayern liegt schon fast zwölf Jahre zurück. Während die Bayern an der Weser ihren achten Meistertitel in Serie holen können, geht es für die Bremer ums nackte Überleben. Immerhin macht das jüngste 5:1 in Paderborn Mut, den ersten Abstieg seit 40 Jahren doch noch abzuwenden. Doch dazu braucht der Tabellenvorletzte noch ein paar Punkte.

LEGT GLADBACH VOR? Im Saison-Endspurt kommt es wieder zum Zweikampf zwischen Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen um die Champions-League-Teilnahme. Im vergangenen Jahr schnappte Bayer Gladbach Platz vier noch weg. Das könnte dieses Jahr wieder passieren. Drei Spieltage vor dem Ende hat Leverkusen einen Punkt Vorsprung. Am Dienstag kann Gladbach aber die Werkself mit einem Sieg gegen Wolfsburg unter Druck setzen. Leverkusen spielt erst am Mittwoch das Derby gegen Köln. Das Psychoduell eröffnete Gladbachs Manager Max Eberl: «Leverkusen muss in die Champions League, wir wollen in die Champions League.»

UNION-RETTUNG UND PADERBORN-ABSTIEG?: Für Steffen Baumgart ist diese Heimreise enorm unangenehm. Ausgerechnet in Berlin muss der ehemalige Unioner möglicherweise den Bundesliga-Abstieg als Trainer des SC Paderborn hinnehmen. Und dann auch noch den Klassenverbleib der Eisernen hautnah mitbekommen. Auch wenn Union-Trainer Urs Fischer jede Rechenspiele ablehnt, ist die Ausgangslage vor dem Duell der Aufsteiger im Stadion an der Alten Försterei klar. Nur mit einem Sieg kann Paderborn die theoretische Chance auf den Klassenverbleib noch wahren. Union wäre mit einem Erfolg gerettet. Für Fischer wäre der Klassenverbleib mit dem Berliner Underdog «eine Sensation».

FREIBURGS NÄCHSTER STREICH? Vorige Woche erst den 55. Geburtstag gefeiert und dann den Vertrag verlängert, am Wochenende trotz frühen 0:2-Rückstands noch einen Punkt aus Wolfsburg entführt – es läuft bei Freiburgs Trainer Christian Streich. Den Klassenerhalt hat sein Team längst sicher, stattdessen kämpft es drei Spieltage vor Schluss noch um die Teilnahme an der Europa League. «Was glauben Sie, wie gern wir nach Litauen oder so fahren würden, um dort zu kicken?», fragte Streich. Mit einem Sieg gegen die Hertha kämen die Breisgauer diesem Ziel ein Stückchen näher. Es wäre der achte Heim-Streich in dieser Saison.

UND AM MITTWOCH: Die Schalker taumeln nach einer passablen Hinrunde durch die zweite Saisonhälfte. Bleibt das Team am Mittwoch gegen Eintracht Frankfurt weiter sieglos, bauen die «Knappen» ihren Negativ-Rekord von bisher 13 sieglosen Partien in Serie aus. Der Erzrivale aus Dortmund kann dagegen mit einem Tor gegen den abstiegsbedrohten 1. FSV Mainz 05 seine Bestmarke aus der Saison 2015/16 (82 Treffer) knacken. Der direkte Verfolger Leipzig unter Trainer Julian Nagelsmann will sich mit einem Sieg gegen die ebenfalls abstiegsgefährdeten Düsseldorfer die Champions-League Qualifikation sichern. Bayer 04 Leverkusen kann mit einem Sieg im Derby gegen Köln seinen vierten Platz und damit die direkte Qualifikation zur Champions-League verteidigen.

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