Chaos in Bremen beim Bundesliga-Start gegen Schalke

Chaos in Bremen beim Bundesliga-Start gegen Schalke
Chaos in Bremen beim Bundesliga-Start gegen Schalke
Die Spieler warten vor der erloschenen Anzeigentafel auf den Spielbeginn.

Bremen (dpa) – Ein lauter Knall und ein folgender Stromausfall hat den pünktlichen Start der Fußball-Bundesliga in ihre 42. Saison verhindert.

Drei Minuten bevor die Partie des deutschen Meisters Werder Bremen gegen den FC Schalke 04 vor 42 500 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion um 20.30 Uhr beginnen sollte, gingen die Lichter aus. Die Anzeigetafel wurde dunkel, die Fernsehsender ARD und Premiere konnten keine aktuellen Bilder senden. Beide Mannschaften blieben zunächst in den Kabinen, der rote Teppich für die geplante Eröffnungs-Zeremonie wurde wieder eingerollt.

Der Grund war ein defektes Stromkabel in einer Wohnstraße nahe des Weserstadions. Nur das Flutlicht blieb davon zunächst unbeschadet. Doch ohne Fernsehbilder sowie Strom für die Überwaschungssysteme und andere Einrichtungen des Stadions wurde die Partie nicht angepfiffen. Für die Beseitigung des Schadens war das Elektrizitätswerk Bremen zuständig; die Reparatur sollte mindestens eine Stunde dauern.

Während sich die Verantwortlichen der Deutschen Fußball Liga (DFL), der Polizei sowie beider Vereine zu einem Krisengespräch trafen, kamen die Teams um 20.43 Uhr auf den Platz und bereiteten sich auf den Anpfiff vor. Die Zuschauer vertrieben sich die Wartezeit mit La-Ola-Wellen und skandierten «Fußball geht auch ohne Strom», das Fernsehen zeigte Konserven und informierte die TV-Zuschauer via Telefonleitung.

Nachdem sich auch Schalke-Manager Rudi Assauer damit einverstanden erklärt hatte, die Partie ohne TV-Bilder beginnen zu lassen, gab es die nächste Panne. Drei der vier Flutlichtmasten fielen kurz vor dem für 21.15 Uhr geplanten Anpfiff aus. Schon vor fünf Jahren hatte das Weserstadion unrühmliche Geschichte geschrieben: Beim Länderspiel gegen Schottland (0:1) war das Flutlicht am 28. April 1999 vor der zweiten Halbzeit ausgefallen, die erst mit 20-minütiger Verspätung beginnen konnte. Ob am Freitagabend in Bremen überhaupt noch gespielt werden konnte, wollten die Verantwortlichen nach dem neuerlichen Zwischenfall zunächst nicht entscheiden.

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